Gestern Morgen wurde bestätigt, dass Mel Zelaya wieder in der Hauptstadt Tegucigalpa ist. Er appellierte an die Bevölkerung, auf die Straßen zu gehen und ihn zu schützen. Zehnttausende folgten diesem Aufruf. Die nächsten Stunden werden von entscheidender Bedeutung sein. Das Kräfteverhältnis ist auf der Seite der Massen. Diese können die Putschisten endgültig besiegen und ein neues politisches System aufbauen, das auf den Massenorganisationen basiert.
In den letzten Wochen spitzte sich der Kampf der Bewegung der besetzten Betriebe in Argentinien und Venezuela zu. In den letzten Monaten sahen wir einen neuerlichen Aufschwung dieser Bewegung. Vor diesem Hintergrund ist es klar, dass die herrschende Klasse diese Bewegung enthaupten will, damit erfolgreiche Beispiele von Betriebsbesetzungen und Arbeiterkontrolle nicht Schule machen können.
In den frühen Morgenstunden des vergangenen Sonntags wurde das Haus des honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya von einer Gruppe von 200 Soldaten umstellt, die ihn nach einem 20-minütigen Schusswechsel mit dessen 10 Sicherheitswachen gefangen nahmen. Anschließend wurde er ins benachbarte Costa Rica gebracht, wo er eine Pressekonferenz gab, in der er den Putsch der „rechten Oligarchen“ verurteilte, die Menschen dazu aufrief, auf die Straßen zu gehen und versprach, in das Land zurückzukehren.
Am 15. Mai wurde im Theater des enteigneten Stahlwerkes SIDOR der sechste Kongress der CMR (Revolutionär-Marxistische Strömung) mit mehr als 300 TeilnehmerInnen eröffnet.
Geschrieben von Corriente Marxista Revolucionaria (CMR)
Friday, 08 May 2009
Am 5. Mai wurde Argenis Vázquez, Sekretär der Gewerkschaft des Toyota-Werkes (SINTRATOYOTA) ermordet. Er verließ gerade seine Wohnung in Los Chaimas de Cumaná im Bundesstaat Sucre (im Nordosten Venezuelas)
, um zu einer Sitzung mit der Firmenleitung zu gehen.
Wir dokumentieren die Stellungnahme der Corriente Marxista Revolucionaria (CMR) zur Ermordung von Argenis Vázquez.
Geschrieben von Corriente Marxista Revolucionaria (CMR)
Thursday, 26 March 2009
Am 22. März einigten sich die Unternehmensführung von MMC Automotriz und die Singetram (Neue Generation – Gewerkschaft der Mitsubishi-Arbeiter) über eine Wiederinbetriebnahme des Werks in Barcelona, im Bundesstaat Anzoátegui (Venezuela). Damit ist die seit fast zwei Monaten dauernde Besetzung der Fabrik durch die Belegschaft zu Ende.
Das Referendum zur Änderung der venezolanischen Verfassung endete mit einem deutlichen Sieg für die revolutionären Kräfte. Diese Änderung gestattet es dem Präsidenten/der Präsidentin, den Gouverneuren, BürgermeisterInnen etc. nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten erneut zu kandidieren. Bei einer Wahlbeteiligung von 67% stimmten 54,36% der Wahlberechtigten mit Ja, 45,64% mit Nein.
Am 15. Februar findet in Venezuela ein wichtiges Referendum statt, bei dem es um die unbegrenzte Wiederwahl des Präsidenten geht. Die Verfassungsänderung wird von der Bourgeoisie als diktatorische Maßnahme betrachtet, mit der Chávez beabsichtigt, sich selbst zum Präsidenten auf Lebenszeit zu machen.
Die US-amerikanischen ArbeiterInnen stehen einer seit Jahrzehnten nicht mehr da gewesenen ökonomischen und sozialen Krise gegenüber. Die Säulen des US-amerikanischen Kapitalismus brechen eine nach der anderen ein: alle größeren Banken und Finanzdienstleistungsgesellschaften; alle größeren Autokonzerne; der Traum von einem eigenen Haus und einer sicheren Altersvorsorge, der Schein der Unbesiegbarkeit der US-Militärmacht, das Versprechen von einem Morgen, das besser ist als das Heute. Kurz, der Fels, auf dem der US-Kapitalismus seine fortwährende ausbeuterische Existenz begründete, ist zu Treibsand geworden.
Geschrieben von John Peterson, Socialist Appeal (USA)
Tuesday, 20 January 2009
Die USA haben einen neuen Präsidenten – Barack Hussein Obama wird am 20.Januar 2009 zum 44. Präsidenten vereidigt. Zusammen mit der dramatischen Wende in der wirtschaftlichen Situation markiert dies einen Wendepunkt in der Geschichte des Landes und der Welt.
Geschrieben von Tamara Pearson (Venezuelanalysis.com)
Saturday, 03 January 2009
Schaut man sich Bilder vom Caracazo-Volksaufstand in den venezolanischen Armenvierteln des Jahres 1989 an, so sieht man die Armut der demonstrierenden Massen auf den ersten Blick. Doch die Zeiten haben sich geändert. Sieht man heute Bilder von linken Demonstrationen in Venezuela, so sieht man die Verbesserung der Lebensverhältnisse ebenfalls auf den ersten Blick. Die Menschen sehen nicht mehr aus wie Gespenster. Sie sind gut genährt und gekleidet. Aus den Gesichtern spricht der Stolz auf das bereits Erreichte. Zu Recht, wie aktuelle Daten des statistischen Amtes Venezuelas einerseits, der UNO und weiterer offizieller Stellen außerhalb des Landes andererseits belegen.