Deutschland
„Rente 67“ – mit Volldampf in die Altersarmut PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Redaktion Der Funke   
Friday, 19 January 2007
Die IG Metall hat mit ihren Protesten gegen die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre begonnen und kann sich dabei auf den Unmut der Beschäftigten über die Rentenpläne der Bundesregierung stützen. Im März soll das Gesetz zur „Rente mit 67“ verabschiedet werden. Mit den Protesten will die Gewerkschaft die Anhebung des Renteneintritts­alters, die Ende Januar vom Bundestag in zweiter Lesung beraten werden soll, verhindern. In den Medien werden wir tagtäglich von einer massiven Propagandawelle überspült. Gut bezahlte Politiker, Professoren und Chefredakteure predigen uns Verzicht und Privatrente. Begründet wird dies mit angeblich „unumstößlichen“ Sachzwängen.
 
Wer sind die Verbündeten im Kampf gegen Hartz IV? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans-Gerd Öfinger   
Friday, 19 January 2007
Gut zwei Wochen nach der „Wasch- und Frisieraktion“ von Erwerbsloseninitiativen vor der Mainzer Staatskanzlei erwarten Teilnehmer des viel beachteten „Happenings“ in diesen Tagen Post vom rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten und SPD-Vorsitzenden Kurt Beck. Sie hatten Becks Büroleiter Martin Stadelmaier am 2. Januar 2007 ihre Bewerbungsmappen überreicht und wollten damit den SPD-Chef beim Wort nehmen. Dieser hatte bei einem Auftritt auf dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt dem lautstark über Hartz IV schimpfenden Erwerbslosen Henrico Frank empfohlen, sich zu waschen und zu rasieren, dann könne er ihm in drei Wochen einen Arbeitsplatz besorgen.
 
Wasch- und Frisier-Happening in Mainz: Hartz IV durch Beck V ergänzen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans-Gerd Öfinger   
Wednesday, 03 January 2007

Auf den Tag genau drei Wochen nach der Zusage des SPD-Vorsitzenden und rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, er könne einem frisch gewaschenen und rasierten Erwerbslosen in dieser Frist einen Arbeitsplatz besorgen, war die Mainzer Staatskanzlei am Dienstag Schauplatz einer als Happening angemeldeten „Einseifaktion“. Zur Aktion aufgerufen hatte das Erwerbslosenforum Deutschland. Vor einem Großaufgebot von Medienvertretern ließen sich  rund 50 Erwerbslose, die hierzu aus der näheren Umgebung wie auch aus dem Ruhrgebiet angereist waren, vor laufender Kamera auf einem eigens mitgebrachten Rasierstuhl symbolisch die Haare schneiden und die Bärte stutzen bzw. abrasieren. Gewerkschafter aus der Region und örtliche Gliederungen von Linkspartei und WASG zeigten sich solidarisch.

 
Viele kennen ihre Rechte nicht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans-Gerd Öfinger   
Tuesday, 02 January 2007
Interview mit Martina Ahrens, kommissarische Sprecherin der Linkspartei, Kreisverband Mainz-Bingen. Sie nahm am Dienstag am Happening vor der Mainzer Staatskanzlei teil, zu dem u.a. das Erwerbslosenforum Deutschland sowie Gliederungen von Linkspartei und WASG aufgerufen haben.
 
Ein Lehrstück: Wie man berechtigte Hartz IV-Proteste unglaubwürdig macht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans-Gerd Öfinger   
Monday, 01 January 2007

In einem vorweihnachtlichen Medienspektakel wurde der bislang völlig unbekannte 37jährige Erwerbslose Henrico Frank erst zum „berühmtesten Arbeitslosen der Republik“ und dann als „Deutschlands frechster Arbeitsloser“ (O-Ton BILD) zum Buhmann der Nation. Wiesbaden erlebte in den letzten Wochen ein Lehrstück nach dem Motto „Wie fahre ich die Hartz IV- Proteste am besten gegen die Wand?“

 
Neuer Internetauftritt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Internet Redaktion   
Sunday, 31 December 2006
derFunke startet mit einem neuen Internetauftritt ins neue Jahr.
Wir wünschen allen unseren LeserInnen einen guten Rutsch und ein revolutionäres Jahr 2007.
 
Erlebter Tatsachenbericht: Ausbeutung durch Zeitarbeit PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Martina Ahrens   
Friday, 22 December 2006
Ich berichte heute über das Thema Zeitarbeit, welche Chancen und Probleme sie bietet, aber nicht aus theoretischer Sicht, sondern aus eigener Erfahrung.
 
„Prekariat“ oder Proletariat? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Stefan Kibik   
Saturday, 25 November 2006
Aufgrund einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung ist eine Diskussion um Unterschichten und „Prekariat“ aufgeflammt. Dabei wurde der Begriff der „Unterschichten“ vom SPD-Vorsitzenden Kurt Beck in die Diskussion geworfen. Beck beklagte, das „Prekariat“ habe Antrieb und Motivation verloren, aus seiner prekären Situation herauszukommen und ruhe sich lieber in den sozialen Sicherungssystemen aus. Anfang 2005 hat der Armuts- und Reichtumsbericht der Schröder-Regierung ans Tageslicht gebracht, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander klafft und die Armut unter Schröder sogar nochmals stark zugenommen hat.
 
60 Jahre Hessische Verfassung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans-Gerd Öfinger   
Saturday, 25 November 2006
In Zeiten neoliberaler Offensiven und Privatisierungsorgien wirken Verfassungen aus den unmittelbaren Nachkriegsjahren wie erfrischende kapitalismuskritische Dokumente aus längst vergangenen Zeiten. Die hessische Landesverfassung, die im Dezember 2006 genau 60 Jahre alt wird, erinnert daran, dass der Neuanfang nach dem Zusammenbruch der Nazidiktatur ganz anders aussehen sollte als es heute im real existierenden Kapitalismus unter Hessens Ministerpräsident Koch und Bundeskanzlerin Merkel der Fall ist.
 
Armutslöhne machen sich auch im Rhein-Main-Gebiet breit PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans-Gerd Öfinger   
Saturday, 11 November 2006
Gegen Hungerlöhne im (zwischen Frankfurt und Fulda gelegenen) Main-Kinzig-Kreis will die Linkspartei Main-Kinzig vorgehen. Wie Kreisvorstandsmitglied Andreas Müller mitteilte, springe dabei das Beispiel der Firma SDS Sicherheitsdienste GmbH in Altenhaßlau mit ihren unwürdigen und unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Löhnen weit unter der Armutsgrenze ins Auge. Deren Chef Horst Schum sitzt für die CDU im Kommunalparlament der Gemeinde Linsengericht.
 
Kevin lebt überall PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Roland Heucher   
Friday, 10 November 2006
Es ist eine bekannte marxistische Erkenntnis: Auf die Wirtschaftskrise folgt die Ideologiekrise. Zeitversetzt mit dem konjunkturellen Abschwung füllen sich die Alkohol- und Drogenentzugskliniken und Psychiatrien, die Wartezeiten in den psychologischen Praxen und Erziehungsberatungsstellen werden immer länger. Das Ganze wird begleitet von einem steigenden Konsum an Psychopharmaka.
 
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