| Kein Geld für Bildung – NICHT MIT UNS! |
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| Geschrieben von Alex Dirmeier | |
| Tuesday, 12 May 2009 | |
Ein breites Bündnis aus SchülerInneninitiativen, linken Organisationen, Studierenden und Gewerkschaften plant und organisiert für die Woche vom 15.-19. Juni 2009 einen bundesweiten Bildungsstreik. Seit Jahren werden von Seiten aller Regierungen und des Kapitals Angriffe auf das Bildungssystem gefahren und verschiedene Formen der Privatisierung und Einführung von Marktgesetzen vorangetrieben.
Das betrifft nicht nur Studierende durch Studiengebühren, sondern auch SchülerInnen durch erhöhten Leistungsdruck aufgrund der Schulzeitverkürzung (G8) und vermehrte Abschaffung der Lehrmittelfreiheit. Genauso sind LehrerInnen und ErzieherInnen von längeren Arbeitszeiten, stagnierenden Löhnen und größeren Klassen betroffen, sowie Azubis, die heute in vielen Betrieben um die Übernahme nach der Ausbildung zittern müssen, falls sie denn überhaupt einen Ausbildungsplatz ergattern konnten. Gründe zu streiken und etwas zu verändern gibt es also genug. Wir zahlen nicht für eure Krise! Durch die weltweite Wirtschaftskrise werden die Missstände im Bildungssystem noch verschärft. So wie versucht wird die Verluste der Banken und Konzerne, sowie die Kosten für deren Rettungspakete auf die ArbeiterInnenklasse abzuwälzen, so werden auch im Bildungssystem weitere Einschnitte folgen. Deshalb gilt auch, und vor allem, im Bildungsstreik die Forderung, dass wir ArbeiterInnen, SchülerInnen und StudentInnen nicht für eine Krise bezahlen werden, die wir nicht zu verantworten haben. Stattdessen sollen die Millionäre/Milliardäre, Aktionäre und Manager für die Krise bezahlen. Denn sie und ihr System haben sie zu verantworten. Wir wollen nicht weniger, sondern deutlich mehr Geld für Bildung und Sozialleistungen. Wenn behauptet wird, dass dafür kein Geld da sei, dann antworten wir: Nehmt es von den Bonzen, Banken und Konzernen! Wir fordern die Verstaatlichung von Banken und Großkonzernen unter demokratischer Kontrolle der Beschäftigten und der Bevölkerung. Wir leben in einem System, in dem sich die Kapitalisten durch die Ausbeutung unserer Arbeitskraft eine goldene Nase verdienen. Wir wollen eine Welt ohne wiederkehrende kapitalistische Krisen, wir wollen dieses System überwinden. Für das Schul-, Hochschul-, und Ausbildungssystem stellen wir deshalb noch weitergehende Forderungen auf, die auf ein freies und demokratisches Bildungssystem hinführen sollen und ihren Teil dazu beitragen, dem Kapitalismus den Garaus zu machen. Forderungen für ein demokratisches Bildungssystem
Eine Streikbewegung, die ein besseres und vor allem demokratisches Bildungssystem erkämpfen will, muss selbst im hohen Maße demokratisch sein. Es genügt nicht nur Treffen von Bildungsstreikbündnissen zu besuchen. Diese sind zwar wichtig, um sich regional und überregional zu vernetzen, aber der tatsächliche Streik wird vor Ort, in Schule oder Hochschule stattfinden. Dort müssen MitschülerInnen, KommilitonInnen und KollegInnen überzeugt und mobilisiert, sowie Veranstaltungen im Vorfeld organisiert werden, damit in der Woche und am Tag des Streiks alle zusammen auf die Straße gehen und der Streik ein Erfolg wird. JedeR muss in seiner/ihrer Schule, Hochschule oder Betrieb unmittelbar mitentscheiden können, welche Aktionen durchgeführt werden und welche Dinge diskutiert werden. JedeR muss in demokratischen Strukturen aktiv werden können. Solche Strukturen werden uns aber nicht vorgegeben. Wir müssen sie unmittelbar selbst schaffen. Deshalb rufen wir zur Gründung von Streik- und Aktionskomitees an jeder Schule und Hochschule auf. Überall, wo es ein oder zwei aktive Menschen in den Bildungseinrichtungen gibt, sind die Möglichkeiten gegeben, dadurch mehr zu werden und den Streik auf einer soliden Basis zu organisieren. Aktiv werden...! Du willst im Bildungsstreik vor Ort aktiv werden? Ein Komitee gründen? Der Funke bietet theoretische und praktische Unterstützung beim Komiteeaufbau und bei der Vorbereitung von Aktionen am und um den Bildungsstreik. Wende dich an redaktion@derfunke.de, Fon 0611/406807. Außerdem sind wir in einigen Städten in Ortsgruppen der Linksjugend ['solid] aktiv. Wenn du aus diesen Regionen kommst wende dich bitte direkt an: Berlin: Linksjugend ['solid] Berlin-Südwest, Homepage: linksjugend-berlin-südwest.de.tl/Home.htm, Fon: 015227684765 (Filippo) Frankfurt am Main: Tom, rote.tinte@gmail.com, Linksjugend ['solid] Frankfurt Wiesbaden: Corinna, corinnada@gmx.de, Linksjugend ['solid] Wiesbaden Für weiter Infos zum Bildungsstreikbündnis siehe hier: http://www.bildungsstreik2009.de/ |
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Ein breites Bündnis aus SchülerInneninitiativen, linken Organisationen, Studierenden und Gewerkschaften plant und organisiert für die Woche vom 15.-19. Juni 2009 einen bundesweiten Bildungsstreik. Seit Jahren werden von Seiten aller Regierungen und des Kapitals Angriffe auf das Bildungssystem gefahren und verschiedene Formen der Privatisierung und Einführung von Marktgesetzen vorangetrieben.






