Clara Zetkin (1857 – 1933), Frauenrechtlerin, Sozialistin und Pazifistin

Clara Zetkin wurde am 05. Juli 1857 als Tochter des sächsischen Dorfschullehrers Eißner geboren. Vom 17. bis zum 21. Lebensjahr erhielt sie in Leipzig auf einer Privatanstalt ihre Ausbildung als Lehrerin. Zu dieser Zeit wurde sie mit einer Gruppe russischer Studenten und Emigranten bekannt, die sie in ihre sozialistischen Anschauungen einweihten. Unter ihnen befand sich auch der russische Revolutionär Ossip Zetkin, der sich der deutschen Sozialdemokratie angeschlossen hatte und ein eifriger Verfechter der Lehren von Marx und Engels war.

Clara Zetkin wurde am 05. Juli 1857 als Tochter des sächsischen Dorfschullehrers Eißner geboren. Vom 17. bis zum 21. Lebensjahr erhielt sie in Leipzig auf einer Privatanstalt ihre Ausbildung als Lehrerin. Zu dieser Zeit wurde sie mit einer Gruppe russischer Studenten und Emigranten bekannt, die sie in ihre sozialistischen Anschauungen einweihten. Unter ihnen befand sich auch der russische Revolutionär Ossip Zetkin, der sich der deutschen Sozialdemokratie angeschlossen hatte und ein eifriger Verfechter der Lehren von Marx und Engels war.

Clara, war zunächst gefühlsmäßig für die sozialistischen Ideen eingenommen und wandte sich dem Studium des wissenschaftlichen Sozialismus zu. Somit wurde sie zu einer glühenden Marxistin. Während des Bismarckschen Sozialistengesetzes, einer Zeit schwerster Verfolgungen, trat sie entschlossen in die Reihen der Arbeiterbewegung ein.

Claras Lebensgefährte, Ossip Zetkin, dessen Name sie wohl nach der Geburt ihres Sohnes Kostja annahm, musste im September 1880 wegen der Teilnahme an einer illegalen Sitzung Deutschland verlassen. Auch Clara verließ Deutschland und kehrte erst 1890 als das Bismarcksche "Sozialistengesetz" fiel zurück.
Ossip Zetkin verstarb bereits 1889. Clara heiratete 1897 Georg Zundel. Er war ein Meisterschüler an der Stuttgarter Kunstschule, der wegen Beteiligung an Streiks der Studierenden 1896 entlassen wurde. Die Ehe zerbrach 1928. Clara trug nie den Name ihres Ehemannes.

Zum ersten Mal trat Clara mit ihren Anschauungen zur proletarischen Frauenbewegung bei dem Gründungskongreß der II. Internationalen in Paris im Juli 1889 vor die Öffentlichkeit:
"Wie der Arbeiter vom Kapitalisten unterjocht wird , so die Frau vom Manne; und sie wird unterjocht bleiben, solange sie nicht wirtschaftlich unabhängig dasteht. "
Clara blieb ihr Leben lang ihren Lehrmeistern Marx und Engels und später auch Lenin treu. Sie setzte sich mit der bürgerlichen Frauenbewegung in aller Schärfe auseinander. Von 1892 bis 1917 leitete Clara die Redaktion der sozialistischen Frauenzeitschrift "Die Gleichheit".

"Heraus mit dem Frauenwahlrecht!" lautete der Kampfruf des 4. Internationalen Frauentages, für den die Sozialistinnen auf wirkungsvollen Plakaten und Flugblättern (2,5 Millionen Stück) warben, die von der Polizei prompt verboten wurden. Clara veröffentlichte eine spezielle Agitationszeitung für das Frauenwahlrecht.

1907 wurde Clara auf der ersten Internationalen Konferenz sozialistischer Frauen in Stuttgart zur Vorsitzenden des Internationalen Frauensekretariats gewählt.
Am 19. März 1911 fand dann zum ersten Mal im Deutschen Reich ein internationaler sozialistischer Frauentag statt, ebenso in Österreich, Dänemark und der Schweiz. Mehr als eine Million Frauen gingen auf die Straße. Der Erfolg übertraf alle Erwartungen. Im März 1915 veranstaltete Clara in Bern eine internationale sozialistische Frauenkonferenz gegen den Krieg. Von Juni bis Oktober 1915 war sie wegen versuchten Landesverrates in Haft. 1917 trat Clara der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschland (USDP) bei. 1919 der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD); sie gehörte zuerst der Zentrale der Partei, dann dem Zentralkommitee, schließlich auch dem Exekutivkommitee der Komintern an. Ab 1920 saß sie als Abgeordnete der Kommunisten im Deutschen Reichstag. Während des Amsterdamer Internationalen Antikriegskongresses, der am 27./28. August 1932 stattfand, wurde sie zusammen mit Heinrich Mann und Albert Einstein in das Weltkommitee gegen den imperialistischen Krieg gewählt.

Von 1921 bis 1925 leitete sie die Zeitschrift "Die Kommunistische Fraueninternationale" Präsidentin der Internationalen Roten Hilfe war sie von 1925 bis 1933. Im Jahr vor ihrem Tod eröffnete sie am 30. August 1932 als Alterspräsidentin den Deutschen Reichstag in Berlin. Einem Josef Goebels machte es sichtlich Vergnügen, die Greisin mit Beschimpfungen und Verleumdungen zu überschütten. In ihrer Eröffnungsrede forderte sie die Einheitsfront aller Werktätigen im Kampf gegen den Faschismus. Bei den 6. Reichstagswahlen war die NSDAP stärkste Fraktion geworden. Das Leben der Frau, die unermüdlich für den Frieden kämpfte und eine selbstlose Führerin der proletarischen Frauenbewegung war, endete 1933. Die Urne Clara Zetkins wurde an der Kremlmauer in Moskau beigesetzt. Auf ihrem letzten Weg begleiteten sie über 600.000 Arbeiter, Arbeiterinnen, Studentinnen und Studenten zusammen mit Rotarmisten.

Clara Zetkin besaß jene große Fähigkeit, ohne die eine Revolutionärin nicht leben und kämpfen, wachsen und reifen kann: Sie kannte keine Scheu vor Kritik und Selbstkritik, sie verstand aus ihren Fehlern zu lernen, sie zu überwinden und über sie hinauszuwachsen.
Sei sie uns allen ein Vorbild.

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