Bahnprivatisierung ohne Rücksicht auf Verluste

Die Betreiber der Privatisierung wollen rasch vollendete Tatsachen schaffen, obwohl über 70 Prozent der Bevölkerung dagegen sind. Nachdem das Bundeskabinett das „Holdingmodell“ des Bundesfinanzministers verab- schiedet hat, mit dem die Teilprivatisierung der Transport- sparte der Deutschen Bahn AG (DB Mobility Logistic AG -ML AG) noch in diesem Jahr eingeleitet werden soll, wollen CDU/CSU und SPD im Bundestag in den nächsten Tagen eine Resolution verabschieden, mit der das Parlament ohne Gesetz den Vorstand der DB ermächtigen soll, diesen Einstieg in die Kapitalprivatisierung vorzunehmen.

Die Betreiber der Privatisierung wollen rasch vollendete Tatsachen schaffen, obwohl über 70 Prozent der Bevölkerung dagegen sind. Nachdem das Bundeskabinett das „Holdingmodell“ des Bundesfinanzministers verab- schiedet hat, mit dem die Teilprivatisierung der Transport- sparte der Deutschen Bahn AG (DB Mobility Logistic AG -ML AG) noch in diesem Jahr eingeleitet werden soll, wollen CDU/CSU und SPD im Bundestag in den nächsten Tagen eine Resolution verabschieden, mit der das Parlament ohne Gesetz den Vorstand der DB ermächtigen soll, diesen Einstieg in die Kapitalprivatisierung vorzunehmen.

Am Montag berieten die Führungsgremien der Bahngewerkschaften TRANSNET und GDBA gemeinsam in Berlin über die weitere „Begleitung“ des Privatisierungsprozesses und vermittelten hinterher den Eindruck, dass mit dem neu ausgehandelten Tarifvertrag die Belange der Beschäftigten bei einer Teilprivatisierung der ML AG gewahrt blieben. Doch der Schein trügt.
Der Tarifvertrag von TRANSNET und GDBA lässt Entlassungen nach dem Jahr 2010 zu. Vereinbart wird in Paragraf 3 lediglich, dass dazu in zwei Jahren – 2010 – Verhandlungen aufgenommen werden. Nur „durch die bevorstehende Privatisierung ursächlich bedingte Beendigungskündigungen" werden ausgeschlossen. Entlassungen durch "Ausschreibungs- und Vertragsverluste" werden somit ausdrücklich nicht ausgeschlossen.

Auch die Behauptung von TRANSNET und GDBA, ein Kündigungsschutz sei bis ins Jahr 2023 gesichert, ist falsch. Der vereinbarte konzernweite Arbeitsmarkt verhindert keine betriebsbedingten Kündigungen, die der laufende Tarifvertrag nur bis 2010 ausschließt. Die Gewerkschaften haben sich mit der Zusage der DB AG begnügt, dass über eine Verlängerung des Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrags ab 2010 verhandelt wird. Dies ist keine Zusage auf Kündigungsverzicht.

Die von den Spitzen der Bundestagsfraktionen von Union und SPD vorgesehene Entschließung erwähnt die „Beschäftigungssicherung“ überhaupt nicht. Zudem fordert die Entschließung nur, dass der Bund die Mehrheit der Anteile an der Bahn-Privatisierungs-AG hält, obwohl der SPD-Parteirat 75,1 Prozent Bundeseigentum gefordert hatte. Einen Verkauf bis zu 49,9 Prozent erlaubt auch der Tarifvertrag.

Zusätzlich ist im Tarifvertrag wie in Entwürfen des Privatisierungsvertrages zwischen Bund und Bahn vorgesehen, dass die zu privatisierende DB Mobility Logistics AG weitere Anteile an ihren Tochtergesellschaften verkaufen kann, etwa am Nahverkehr und Fernverkehr. Wenn Investoren ein Viertel der DB Privatisierungs-AG kaufen und dann die Fernverkehrs-Tochter zu einem Viertel verkaufen, hält der Bund nicht mehr drei Viertel der Anteile am Fernverkehr. Das ist eine Vollprivatisierung auf Raten, der einheitliche Konzern wird zerschlagen.
In den letzten Wochen hatten die Spitzen von TRANSNET und SPD im SPD-Parteirat auch bei Kritikern eine breite Zustimmung zur Teilprivatisierung der ML AG vor allem mit der Zusage erreicht, dass die Obergrenze für die Privatisierung definitiv bei der Marke von 24,9 Prozent erreicht sei. Dies ist jetzt schon – nach wenigen Tagen – Makulatur. Die Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel hat inzwischen heftig kritisiert, dass der TRANSNET-Vorsitzende Hansen und andere sozialdemokratische Akteure der Privatisierung wider besseres Wissen dem Parteirat die Unwahrheit gesagt hätten.

Der TRANSNET-Vorstand hatte seinen Mitgliedern die Privatisierung immer wieder damit schmackhaft machen wollen, dass der einheitliche Bahnkonzern DB AG gewahrt bliebe. §2 der Eckpunkte („Absicherung des integrierten Konzerns“) lässt aber bei näherer Betrachtung ahnen, dass bei zunehmendem Renditedruck der Konzernbestand weiter gefährdet ist. So heißt es vage, dass es in Folge beabsichtigter Änderungen „nicht zu einer grundlegenden Einschränkung des substantiellen Zusammenhalts“ kommen dürfe.

„Dividende dividiert die Bahn“, lautet die Parole auf einem Transparent, das TRANSNET-Basismitglieder bei der zentralen Maikundgebugn des DGB in Mainz dem SPD-Vorsitzenden Kurt Beck unter die Nase hielten. Dieser warf ihnen vor, sie demonstrierten „gegen TRANSNET“ und beteuerte, TRANSNET-Funktionäre hätten ihm die Zustimmung zur Privatisierung empfohlen und sogar mit Austritt aus der SPD gedroht, „wenn wir nicht privatisieren“.

Diese unvorsichtige Aussage von Beck, der am 1. Mai offensichtlich in Erklärungsnöte kam, machte deutlich, dass sich die Spitzen von SPD und TRANSNET gegenseitig den schwarzen Peter zuspielen und eine Art zynisches Versteckspiel betreiben. „Die SPD will privatisieren“, beteuert der TRANSNET-Vorstand wider besseres Wissen, denn der SPD-Bundesparteitag im Oktober 2007 und die Beschlüsse in 11 von 16 Landesverbänden haben deutlich gemacht, dass die SPD-Basis überwiegend nicht privatisieren will. Andererseits zeigen aktuelle Beschlüsse der TRANSNET-Bezirke Nord-Ost, Thüringen und Saar-Mosel-Westpfalz, dass auch die TRANSNET-Basis keine Privatisierung will.
Dass eine Bahnprivatisierung nicht das letzte Wort der Geschichte ist, zeigt eine aktuelle Meldung aus dem fernen Neuseeland. Demnach wird die dortige Regierung die in den 90er Jahren privatisierte Bahn zurückkaufen. Dies sei der beste Weg, für notwendige Investitionen zu sorgen und die wirtschaftliche und ökologische Entwicklung des Landes zu fördern, so die Begründung der Regierung.

Bilder von der Aktion gergen die Bahnprivatisierung bei der zentralen Maikundgebung des DGB mit Kurt Beck:
http://quer-tv.blogspot.com/2008/05/dgb-kundgebung-01mai-2008.html

Weitere Infos:
www.DeineBahn.de
http://www.bahnvonunten.de/

slider unten de rev

bdk slider unten

derfunke.de verwendet Cookies!

Hiermit stimmen Sie der weiteren Nutzung unserer Seite und der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren

Einverstanden!

Datenschutzerklärung

Geltungsbereich

Diese Datenschutzerklärung klärt Nutzer über die Art, den Umfang und Zwecke der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten durch den verantwortlichen Anbieter [HIER BITTE IHREN NAMEN, ADRESSE, EMAIL UND TELEFONNUMMER EINTRAGEN] auf dieser Website (im folgenden “Angebot”) auf.

Die rechtlichen Grundlagen des Datenschutzes finden sich im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und dem Telemediengesetz (TMG).

Kontaktaufnahme

Bei der Kontaktaufnahme mit dem Anbieter (zum Beispiel per Kontaktformular oder E-Mail) werden die Angaben des Nutzers zwecks Bearbeitung der Anfrage sowie für den Fall, dass Anschlussfragen entstehen, gespeichert.

Newsletter

Mit dem Newsletter informieren wir Sie über uns und unsere Angebote.

Wenn Sie den Newsletter empfangen möchten, benötigen wir von Ihnen eine valide Email-Adresse sowie Informationen, die uns die Überprüfung gestatten, dass Sie der Inhaber der angegebenen Email-Adresse sind bzw. deren Inhaber mit dem Empfang des Newsletters einverstanden ist. Weitere Daten werden nicht erhoben. Diese Daten werden nur für den Versand der Newsletter verwendet und werden nicht an Dritte weiter gegeben.

Mit der Anmeldung zum Newsletter speichern wir Ihre IP-Adresse und das Datum der Anmeldung. Diese Speicherung dient alleine dem Nachweis im Fall, dass ein Dritter eine Emailadresse missbraucht und sich ohne Wissen des Berechtigten für den Newsletterempfang anmeldet.

Ihre Einwilligung zur Speicherung der Daten, der Email-Adresse sowie deren Nutzung zum Versand des Newsletters können Sie jederzeit widerrufen. Der Widerruf kann über einen Link in den Newslettern selbst, in Ihrem Profilbereich oder per Mitteilung an die oben stehenden Kontaktmöglichkeiten erfolgen.

Einbindung von Diensten und Inhalten Dritter

Es kann vorkommen, dass innerhalb dieses Onlineangebotes Inhalte Dritter, wie zum Beispiel Videos von YouTube, Kartenmaterial von Google-Maps, RSS-Feeds oder Grafiken von anderen Webseiten eingebunden werden. Dies setzt immer voraus, dass die Anbieter dieser Inhalte (nachfolgend bezeichnet als "Dritt-Anbieter") die IP-Adresse der Nutzer wahr nehmen. Denn ohne die IP-Adresse, könnten sie die Inhalte nicht an den Browser des jeweiligen Nutzers senden. Die IP-Adresse ist damit für die Darstellung dieser Inhalte erforderlich. Wir bemühen uns nur solche Inhalte zu verwenden, deren jeweilige Anbieter die IP-Adresse lediglich zur Auslieferung der Inhalte verwenden. Jedoch haben wir keinen Einfluss darauf, falls die Dritt-Anbieter die IP-Adresse z.B. für statistische Zwecke speichern. Soweit dies uns bekannt ist, klären wir die Nutzer darüber auf.

Cookies

Cookies sind kleine Dateien, die es ermöglichen, auf dem Zugriffsgerät der Nutzer (PC, Smartphone o.ä.) spezifische, auf das Gerät bezogene Informationen zu speichern. Sie dienen zum einem der Benutzerfreundlichkeit von Webseiten und damit den Nutzern (z.B. Speicherung von Logindaten). Zum anderen dienen sie, um die statistische Daten der Webseitennutzung zu erfassen und sie zwecks Verbesserung des Angebotes analysieren zu können. Die Nutzer können auf den Einsatz der Cookies Einfluss nehmen. Die meisten Browser verfügen eine Option mit der das Speichern von Cookies eingeschränkt oder komplett verhindert wird. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass die Nutzung und insbesondere der Nutzungskomfort ohne Cookies eingeschränkt werden.

Sie können viele Online-Anzeigen-Cookies von Unternehmen über die US-amerikanische Seite http://www.aboutads.info/choices/ oder die EU-Seite http://www.youronlinechoices.com/uk/your-ad-choices/ verwalten.

Verwendung von Facebook Social Plugins

Dieses Angebot verwendet Social Plugins ("Plugins") des sozialen Netzwerkes facebook.com, welches von der Facebook Ireland Ltd., 4 Grand Canal Square, Grand Canal Harbour, Dublin 2, Irland betrieben wird ("Facebook"). Die Plugins sind an einem der Facebook Logos erkennbar (weißes „f“ auf blauer Kachel, den Begriffen "Like", "Gefällt mir" oder einem „Daumen hoch“-Zeichen) oder sind mit dem Zusatz "Facebook Social Plugin" gekennzeichnet. Die Liste und das Aussehen der Facebook Social Plugins kann hier eingesehen werden: https://developers.facebook.com/docs/plugins/.

Wenn ein Nutzer eine Webseite dieses Angebots aufruft, die ein solches Plugin enthält, baut sein Browser eine direkte Verbindung mit den Servern von Facebook auf. Der Inhalt des Plugins wird von Facebook direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Webseite eingebunden. Der Anbieter hat daher keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Facebook mit Hilfe dieses Plugins erhebt und informiert die Nutzer daher entsprechend seinem Kenntnisstand:

Durch die Einbindung der Plugins erhält Facebook die Information, dass ein Nutzer die entsprechende Seite des Angebots aufgerufen hat. Ist der Nutzer bei Facebook eingeloggt, kann Facebook den Besuch seinem Facebook-Konto zuordnen. Wenn Nutzer mit den Plugins interagieren, zum Beispiel den Like Button betätigen oder einen Kommentar abgeben, wird die entsprechende Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert. Falls ein Nutzer kein Mitglied von Facebook ist, besteht trotzdem die Möglichkeit, dass Facebook seine IP-Adresse in Erfahrung bringt und speichert. Laut Facebook wird in Deutschland nur eine anonymisierte IP-Adresse gespeichert.

Zweck und Umfang der Datenerhebung und die weitere Verarbeitung und Nutzung der Daten durch Facebook sowie die diesbezüglichen Rechte und Einstellungsmöglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer , können diese den Datenschutzhinweisen von Facebook entnehmen: https://www.facebook.com/about/privacy/.

Wenn ein Nutzer Facebookmitglied ist und nicht möchte, dass Facebook über dieses Angebot Daten über ihn sammelt und mit seinen bei Facebook gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, muss er sich vor dem Besuch des Internetauftritts bei Facebook ausloggen. Weitere Einstellungen und Widersprüche zur Nutzung von Daten für Werbezwecke, sind innerhalb der Facebook-Profileinstellungen möglich: https://www.facebook.com/settings?tab=ads.

+1 Schaltfläche von Google+

Dieses Angebot verwendet die “+1″-Schaltfläche des sozialen Netzwerkes Google Plus, welches von der Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States betrieben wird (“Google”). Der Button ist an dem Zeichen “+1″ auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar.

Wenn ein Nutzer eine Webseite dieses Angebotes aufruft, die eine solche Schaltfläche enthält, baut der Browser eine direkte Verbindung mit den Servern von Google auf. Der Inhalt der “+1″-Schaltfläche wird von Google direkt an seinen Browser übermittelt und von diesem in die Webseite eingebunden. der Anbieter hat daher keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit der Schaltfläche erhebt. Laut Google werden ohne einen Klick auf die Schaltfläche keine personenbezogenen Daten erhoben. Nur bei eingeloggten Mitgliedern, werden solche Daten, unter anderem die IP-Adresse, erhoben und verarbeitet.

Zweck und Umfang der Datenerhebung und die weitere Verarbeitung und Nutzung der Daten durch Google sowie Ihre diesbezüglichen Rechte und Einstellungsmöglichkeiten zum Schutz Ihrer Privatsphäre können die Nutzer Googles Datenschutzhinweisen zu der “+1″-Schaltfläche entnehmen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html und der FAQ: http://www.google.com/intl/de/+1/button/.

Twitter

Dieses Angebot nutzt die Schaltflächen des Dienstes Twitter. Diese Schaltflächen werden angeboten durch die Twitter Inc., 795 Folsom St., Suite 600, San Francisco, CA 94107, USA. Sie sind an Begriffen wie "Twitter" oder "Folge", verbunden mit einem stillisierten blauen Vogel erkennbar. Mit Hilfe der Schaltflächen ist es möglich einen Beitrag oder Seite dieses Angebotes bei Twitter zu teilen oder dem Anbieter bei Twitter zu folgen.

Wenn ein Nutzer eine Webseite dieses Internetauftritts aufruft, die einen solchen Button enthält, baut sein Browser eine direkte Verbindung mit den Servern von Twitter auf. Der Inhalt des Twitter-Schaltflächen wird von Twitter direkt an den Browser des Nutzers übermittelt. Der Anbieter hat daher keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Twitter mit Hilfe dieses Plugins erhebt und informiert die Nutzer entsprechend seinem Kenntnisstand. Nach diesem wird lediglich die IP-Adresse des Nutzers die URL der jeweiligen Webseite beim Bezug des Buttons mit übermittelt, aber nicht für andere Zwecke, als die Darstellung des Buttons, genutzt.
Weitere Informationen hierzu finden sich in der Datenschutzerklärung von Twitter unter http://twitter.com/privacy.

Widerruf, Änderungen, Berichtigungen und Aktualisierungen

Der Nutzer hat das Recht, auf Antrag unentgeltlich Auskunft zu erhalten über die personenbezogenen Daten, die über ihn gespeichert wurden. Zusätzlich hat der Nutzer das Recht auf Berichtigung unrichtiger Daten, Sperrung und Löschung seiner personenbezogenen Daten, soweit dem keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht.

Datenschutz-Muster von Rechtsanwalt Thomas Schwenke - I LAW it

veranstaltungen 2

werde aktiv 2

button deutsche rev homepage

Modulblock Shop

Modulblock DefenceMarxism