Kategorie: Kapital und Arbeit

Kampf um Erhalt von 600 Arbeitsplätzen in Aachen

Nach der Bekanntgabe der evtl. Schließung des Bombardier-Werkes (ehem. Talbot-Werke) in Aachen, erreicht eine unglaubliche Solidaritätswelle das Werk an der Jülicher Straße. Die Listen, die gegen die Schließung ausgelegt sind, füllen sich schnell. Nicht nur die Aachener Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich an der Solidaritätsbekundung, auch die Gewerkschaften und alle Politiker der Regierung von NRW sind vor Ort.




Gegründet wurden die Talbot-Werke von Johann Hugo Jacob Talbot und dem Brüsseler Kutschenfabrikanten Pierre Pauwels, um einen Großauftrag über 200 Personen- und Güterwagen auszuführen.
Im Jahre 1995 übernimmt Bombardier Transportation die Werke in Aachen.
Bombardier Transportation ist die Schienenfahrzeugsparte des internationalen Luftfahrt- und Bahntechnik-Konzerns Bombardier mit Sitz in Montreal (Kanada).
Zwei Jahre später übernimmt Bombardier im Februar 1998 die Deutsche Waggonbau AG DWA, ein Zusammenschluss der Triebwagen- und Waggonhersteller in Bautzen, Görlitz, Halle, Niesky, Vetschau und Berlin. In diesen Werken werden vor allem Triebwagen, Personenwagen und Güterwagen gebaut.

Doch nun soll das Werk in Aachen geschlossen werden, 600 MitarbeiterInnen bangen um ihren Arbeitsplatz. Dabei sind Aufträge bis Mitte nächsten Jahres vorhanden, man arbeitet sogar voller Einsatz, damit die Aufträge fristgerecht fertig werden. Aber heute sitzen anonyme, „elitewirtschaftsschulengestählte“ Leute in den Chefetagen, denen das Wohl eines Standortes total egal ist, weil sie gar keine Beziehung dazu haben (wo liegt Aachen noch mal??). Stimmen die Zahlen nicht, wird abgewickelt.

DIE LINKE in Aachen fordert den Bombardier-Konzern auf, den Standort Aachen und somit 600 Arbeitsplätze zu erhalten. Die Produktion von Eisenbahnen in der ehemaligen Firma Talbot hat eine lange Tradition. Man kann das Werk nach 175 Jahren nicht einfach so schließen. Und den Mitarbeitern Arbeit an einem anderen Standort anzubieten, ist auch fadenscheinig.

„Die Schließungsankündigung ist auch das Ergebnis einer falschen Verkehrspolitik“, meint
Darius Dunker, Landesvorstandsmitglied der Linken. „Wenn Bombardier im Flugzeugbereich zulegt und im Bahnbereich abbaut, sind die verkehrspolitischen Weichen falsch gestellt. Wir brauchen eine Stärkung des modernen umweltfreundlichen Bahnverkehrs“.

Wir hier in Aachen werden die Mahnwache, die die IG Metall eingerichtet hat, tatkräftig unterstützen und hoffen auf eine breite Solidarität aller Bürgerinnen und Bürger.

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