Kategorie: Solidarität

Stoppt den Ausschluss der dänischen Marxisten aus der SUF! Ein internationaler Aufruf

Die SUF (Socialistisk UngdomsFront – Sozialistische Jugendfront) ist eine revolutionäre sozialistische Jugendorganisation in Dänemark, die mit der Einheitsliste (eine linken Partei mit Parlamentsabgeordneten) zusammenarbeitet. In den letzten Jahren ist die SUF gewachsen und hat nun fast 1000 Mitglieder.



Innerhalb der SUF gab es zahlreiche politische Diskussionen wie zum Beispiel über die Entwicklung des Klassenkampfes in Dänemark und über den Charakter der venezolanischen Revolution.
Eine der Strömungen in der SUF ist eine marxistische Gruppe, die eine Zeitung, den Socialistisk Standpunkt, herausgibt. Diese GenossInnen nahmen an der Gründungssitzung der SUF 2001 teil und waren seitdem in der SUF aktiv.
Seit einigen Jahren gibt es eine Kampagne gegen diese GenossInnen, die von Verleumdungen, Gerüchten (z.B. Diebstahl von Büchern und Material) und bürokratischen Manövern geprägt war. Der Höhepunkt war schließlich die Ausschlusskampagne im März/April 2006.

Zu diesem Zeitpunkt gab es nicht die notwendige Mehrheit auf dem Kongress im April 2006, um die Ausschlüsse zu bestätigen. Das war ein klarer Sieg für die Demokratie innerhalb der SUF und ein Schlag gegen die, die versuchten, den Einfluss von marxistischen Ideen in der revolutionären Jugend klein zuhalten.
Jedenfalls hörten die Attacken gegen den Socialstisk Standpunkt damit nicht auf. Auf dem Kongress der SUF am 7. April 2007 wurde während einer Pause ein gewisses Dokument an die Delegierten verteilt. Dieses Dokument wurde präsentiert, als wäre es ein Dokument des Socialistisk Standpunkt, aber in Wahrheit war es aus Fragmenten alter interner Diskussionen und persönlicher Emails zusammengesetzt, die völlig verfälscht worden waren. Der Socialistisk Standpunkt kann keine Verantwortung für dieses Dokument übernehmen.
Dieses „Dokument“ wurde benutzt, um zu „beweisen“, dass der Sozialistisk Standpunkt gegen die SUF wäre und diese Organisation nicht aufbauen will. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Die Wahrheit ist, dass die GenossInnen des Socialistisk Standpunkt in mehr als zehn verschiedenen lokalen SUF-Gruppen aktiv waren; sie waren aktiv in der Führung und haben auch an der Stärkung der SUF-Kampagnen mitgearbeitet.

Als dieses verfälschte Dokument zirkuliert wurde, brach eine angeheizte Stimmung aus, und die GenossInnen des Socialistisk Standpunkt wurden gezwungen, die Versammlung zu verlassen. Die Mehrheit der SUF-Gruppe von Gladsaxe ging daraufhin aus Protest, auch Mitglieder der Gruppe in Vejle.
Eine neue Ausschlusskampagne gegen die GenossInnen des Socialstisk Standpunkt hat begonnen und wird im außerordentlichen SUF-Kongress am 17. Mai gipfeln.

All das ist eindeutig eine politische Kampagne, um die Ideen des Marxismus von der Jugend fern zu halten. Das Ziel ist es, die Ideen, die vom Socialstisk Standpunkt vertreten werden, zu entfernen und diejenigen zum Schweigen zu bringen, die unsere Ansichten vertreten.

Auf dem SUF-Kongress präsentierten die GenossInnen des Socialstisk Standpunkt einige politische Vorschläge, wie zum Beispiel die Notwendigkeit für einen Streik gegen das kürzlich ausgehandelte reaktionäre Lohnverhandlungsabkommen zu kämpfen. Dieser Vorschlag wurde in der Tat von einer Mehrheit des Kongresses bestätigt, bevor das Treffen durch die Verteilung des verfälschten Dokuments am Samstag unterbrochen wurde.

Angesichts dieser Umstände ist die Verteilung des „Dokuments“ offensichtlich ein Versuch, die politische Debatte zu stoppen und die MarxistInnen zu isolieren. Es ist ein Manöver, um die Aufmerksamkeit von den tatsächlichen politischen Debatten abzulenken. Es wurde eindeutig vorbereitet, um den wachsenden Einfluss der marxistischen Ideen in der SUF Einhalt zu gebieten.

Die GenossInnen des Socialistisk Standpunkt wurden beschuldigt, „die SUF zerstören“ zu wollen. Aber wer zerstört hier die SUF? Diejenigen, die diese „Dokumente“ verfälscht und verbreitet haben und somit den Kongress platzen ließen, sind für dieses Durcheinander verantwortlich. Sie haben vorsätzlich versucht, die politische Diskussion auszubremsen und eine legale Strömung mundtot zu machen. Die politische Debatte einer revolutionären Organisation zum Schweigen zu bringen, ist wie eine Person vom Atmen abzuhalten. Das einzige „Verbrechen“ der UnterstützerInnen des Socialistisk Standpunkt war es, die politische Diskussion zu fördern und ihre eigenen Positionen innerhalb der SUF zu vertreten. Sie haben Vorschläge zu verschiedenen politischen Debatten (Lohnverhandlungen, Venezuela, den Kampf gegen die rechte Regierung u.a.) gemacht. Das ist ihr „Verbrechen“. Was diejenigen, die dieses „Dokument“ verfälscht und verbreitet haben wollen ist, solche Vorschläge zum Schweigen zu bringen.

Diese undemokratischen Methoden müssen von allen ehrlichen AktivistInnen der Arbeiterbewegung und der Jugend in der ganzen Welt verurteilt werden. Wir müssen die Demokratie verteidigen und gegen diese Ausschlüsse kämpfen. Wir fordern daher alle unsere LeserInnen auf, Protestbriefe gegen die Ausschlüsse zu schreiben. Nehmt diese Kampagne überall in den Gewerkschaften, linken Parteien und Organisationen auf.

Manöver wie dieses haben nichts mit den Traditionen der Demokratie der ArbeiterInnen in ihren Organisationen zu tun. Deshalb ist der Kampf gegen die Ausschlüsse auch ein Kampf, um die Demokratie in den Arbeiterorganisationen zu verteidigen.


Modellresolution gegen die Ausschlüsse:

Bitte schickt diesen Brief an: Das nationale Büro der SUF – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit Kopien an: die Einheitsliste – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und den Socialstisk Standpunkt – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

An die Socialstisk UngdomsFront, SUF.

GenossInnen,
Wir schreiben euch, weil wir von der Kampagne für den Ausschluss der UnterstützerInnen der marxistischen Strömung Socialstisk Standpunkt, die in eurer Organisation stattfindet, erfahren haben. Wir denken, dass dies eine nicht zu tolerierende Art ist, mit Politik umzugehen: verfälschte „Dokumente“ zu verbreiten und zu versuchen, diese als die Ansichten seiner GegnerInnen darzustellen. Das ist nicht im Sinne der demokratischen Traditionen, die die Arbeiterbewegung aufgebaut hat. Das wird euch auf den Weg der bürokratischen Methoden bringen. Wir drängen euch, diese Ausschlüsse zu stoppen und sehr genau über die Zukunft der SUF nachzudenken. Wenn ihr diese GenossInnen ausschließt, wird das ein Schlag gegen die Demokratie sein. Ihr könnt politische Diskussionen nicht mit Ausschlüssen stoppen. Die politische Debatte einer revolutionären Organisation zum Schweigen zu bringen, ist wie eine Person vom Atmen abzuhalten.

Stoppt die Ausschlüsse!
Verteidigt die Demokratie in der Arbeiterbewegung!

Unterzeichnet,
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