Kategorie: Solidarität

Veranstaltung über die iranische Revolution 1979 und die Rolle der iranischen Arbeiterbewegung heute

Unterstützer des Iranischen Solidaritätsnetzwerk IWSN und Der Funke organisierten am 27. Februar in Wiesbaden eine Diskussionsveranstaltung zum 30. Jahrestag der iranischen Revolution. Zunächst wurde in einem Einleitungsreferat die historischen Hinter- gründe und die objektiven Einflüsse aufgezeigt, die 1979 zum Sturz der Pahlewi-Diktatur führten.



Entscheidend für die Niederlage der Arbeiterklasse während der Revolution war das Fehlen einer klaren marxistischen Führung und Alternative, was dazu führte, dass die Arbeiterrevolution schließlich durch die reaktionären Kräfte der Mullahs in eine fundamentalistische Richtung glitt.

In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass die Diktatur unter dem Schah Reza Pahlewi sowohl Unterstützung aus dem Westen genoss als auch gute Beziehungen mit den stalinistischen Führern im Kreml pflegte, deren Hauptziel Stabilität, „friedliche Koexistenz“ und die Verhinderung von „unkontrollierbaren“ revolutionären Aufständen war. Ein Genosse berichtete von der Zusammenarbeit zwischen der westdeutschen Regierung und Pahlewi bei der Ermordung eines deutschen Studenten durch die Polizei, dessen einziges „Verbrechen“ es war, gegen den Besuch des Schahs in Berlin im Juni 1967 zu protestieren.

Andere Redner betonten die Rolle der Jugend in der aktuellen revolutionären Epoche im Iran, da eine große Mehrheit der iranischen Bevölkerung keine persönlichen Erinnerungen an die Niederlage der Vergangenheit mehr hat. Schließlich beginnt eine jüngere Generation von ArbeiterInnen und Studierenden, sich gegen das Regime aufzulehnen. Der Fundamentalismus ist in weiten Teilen der Bevölkerung diskreditiert und die weltweite Krise des Kapitalismus wird auch große Auswirkungen auf den Iran haben. Während westliche Regierungen und ihre Medien demagogisch und scheinheilig das iranische Regime verurteilen und Ex-Bundeskanzler Schröder kürzlich den Iran besuchte, um der deutschen Wirtschaft die Tür für kommende Investitionen zu öffnen, sind unsere Verbündete im Iran die Arbeiter und die Jugend, die genug haben von der Phraseologie der Mullahs und das Regime stürzen wollen. Wir werden die Solidaritätsarbeit in Deutschland ausweiten und die Proteste in den kommenden Wochen auf die Straße bringen.

Eine weitere Aktion findet am Samstag, 14. März in Frankfurt/Main von 12 Uhr – 15 Uhr (Schillerstraße/Ecke Börsenplatz) statt. Alle sind herzlich eingeladen, das Iranische Solidaritätsnetzwerk bei ihrem Informationsstand in der Frankfurter Innenstadt zu unterstützen.

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