Kategorie: Kultur

Luxemburg-Liebknecht Demonstration – Der Hauptfeind steht im eigenen Land!

Auch in diesem Jahr kamen wieder Tausende zu der jährlich stattfindenden Luxemburg-Liebknecht Demonstration in Berlin. Wir als „der Funke“ waren mit einem eigenen, starken revolutionären Block vertreten. 

der Funke Berlin


Am 15.01.2023 versammelten sich mehrere Tausend Menschen am Frankfurter Tor, um den beiden ermordeten revolutionären Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu gedenken. Wie jedes Jahr führt die Route zur Gedenkstätte der Sozialisten, wo dann eine große Endkundgebung mit vielen Infoständen stattfindet. 

Insgesamt waren dieses Jahr auf der Demonstration deutlich mehr Menschen vertreten als in den letzten Jahren. Das kann darauf zurückgeführt werden, dass der Fokus auf der aktuellen Krise lag. In diesen unsteten Zeiten finden die Ideen des Sozialismus wieder vermehrt Anklang. Besonders unter der Jugend, die nach revolutionären Lösungen sucht.

Der diesjährige Aufruf zur Demonstration, stand im Lichte des Ukrainekriegs. „Gegen Krieg und Krise! Für Frieden und Solidarität!“ Das Bündnis, welches diese Demo organisierte, richtete dabei den Fokus und die Verantwortung für den Krieg, neben Russland auch auf den westlichen Imperialismus und die NATO. Das war auf der Demo auch deutlich zu erkennen. 

Wir schließen uns dieser Kritik an, allerdings muss die Analyse weitergeführt werden. Um gegen Krieg, Krise und für Frieden zu kämpfen brauch es die Aufforderung zum Kampf gegen den Kapitalismus und das Ziel einer sozialistischen Revolution. Der Aufruf bleibt nur bei den Worten: „Für Frieden, soziale Gerechtigkeit, den Schutz der Umwelt, für Internationalismus und Solidarität (…)“. Weiter als das geht der Appell nicht, die Notwendigkeit des Klassenkampfes wird nicht herausgearbeitet. Die Aufgabe der Führung der Arbeiterbewegung wäre aber den Kurs der Revolution einzuschlagen. Die Gewerkschaften, Linkspartei und alle großen Massenorganisationen, auf die die Arbeiter schauen, stellen gerade diese Führung der Arbeiterbewegung. Es wäre ihre Verantwortung genau diesen Kurs zu verfolgen. Was wir aber beobachten, sind reformistische Führungskräfte, die kein Interesse daran haben die Probleme langfristig zu lösen, denn das ginge nur als Kampf gegen den Kapitalismus.  Damit kommende Massenbewegungen die kapitalistische Ordnung in Bedrängnis bringen und in eine erfolgreiche sozialistische Revolution münden können, braucht es eine politische Kraft in der Arbeiterbewegung und der Jugend, die sie hinter dem Banner des Marxismus vereint. Es braucht den subjektiven Faktor, die revolutionäre marxistische Partei. Unsere Aufgabe ist es, diesen Faktor aufzubauen. 

ll demo 2

Wir verteidigen das revolutionäre Erbe Luxemburgs und Liebknechts gegen eine reformistische Endstellung! So kam es zu einer sehr guten und kämpferischen Stimmung in unserem Blockmit Parolen, wie: „Siemens, Daimler, Deutsche Bank – Der Hauptfeind steht im eig’nen Land!“ oder „Karl und Rosa wussten’s schon: Ohne Partei keine Revolution!“ so wurde das revolutionäre Erbe der wichtigsten Märtyerer der deutschen Arbeiterbewegung aufgegriffen. Im ersten Weltkrieg stellte sie sich auf die Seite der internationalen Arbeiterklasse denn sie wussten, dass dies ein Krieg der imperialistischen Mächte war. Eine Schlussfolgerung, die wir jetzt auch im Ukrainekrieg ziehen. Wir stehen weder auf der Seite Russlands, noch auf Seiten der NATO und des Westens, denn für die Arbeiter bedeutet Krieg immer sterben für die Profite und Interessen der Kapitalisten. 

Internationalismus und Solidarität bedeutet also, gegen die eigene herrschende Klasse im Land zu kämpfen. Die Aufgabe lautet für uns eine revolutionäre, marxistische Organisation aufzubauen, die genau das leisten kann. 

Aufbau der Organisation 

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht realisierten erst spät, dass es eine Organisation, wie die Bolschewiki braucht, um auf eine erfolgreichen sozialistischen Revolution hinzuarbeiten. Dass sie diese Erkenntnis hatten, zeigt das sie maßgeblich an der Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands beteiligt waren. Einen Gegensatz zwischen Luxemburg und Lenin zu sehen, wie es selbsternannte Luxemburgisten tun, ist falsch. Wir müssen jedoch aus ihren Fehlern lernen, damit die nächste deutsche Revolution eine erfolgreiche wird. 

Wir sind gerade am Anfang dieses Prozesses und sehen, dass so eine Partei notwendiger denn je ist. Die LL-Demo haben wir genutzt, um unsere Kräfte zu bündeln und Geld zu sammeln, damit wir auch in diesem Jahr wieder das Karl-Marx-Seminar in Berlin stattfinden lassen können. Bereits letztes Jahr haben über 120 Schüler, Studenten und Arbeiter aus Deutschland sowie Österreich, der Schweiz und Großbritannien teilgenommen. Dieses Seminar wird voraussichtlich den Fokus auf die Deutsche Revolution legen und somit auf die Ideen von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Unsere Genossen haben dafür über 1.000 Euro auf der Endkundgebung sammeln können! Ein voller Erfolg und ein Zeichen, wie wichtig für viele Demo-Teilnehmer marxistische Theorie und eine klare Perspektive für den Aufbau einer Organisation ist.   

Wir konnten sie überzeugen, dass sie mit ihrer Spende einen wichtigen Beitrag zum Aufbau der revolutionären Kräfte in Deutschland leisten indem sie uns die finanziellen Mittel geben, um Revolutionäre und Klassenkämpfer  in der marxistischen Theorie auszubilden. 

Die Luxemburg-Liebknecht Demo hat ein wichtiges Zeichen gesetzt und uns die Möglichkeit gegeben, das Banner des Marxismus und der sozialistischen Revolution auf die Straße zu tragen.. Mit dazu gewonnener Motivation und neu gewonnener Erfahrung starten wir in ein kämpferisches Jahr!

Auch du kannst uns gerne mit einer Spende unterstützen und dich uns im Kampf für den Sozialismus anschließen:

Der Funke e.V.
IBAN: DE28 5109 0000 0009 1469 03
BIC: WIBADE5W

oder per PayPal

Betreff: Seminar-Spende

 

 

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