War die Sowjetunion staatskapitalistisch?

Repräsentierte das stalinistische Rußland eine neue Form von Gesellschaft, mit der sich Marx und Lenin nicht befaßt haben? Stalinismus ist ganz klar kein Sozialismus, keine Gesellschaft, die auf der harmonischen Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse beruht. Doch was stellt er dann dar?

"Der Kapitalismus steckt in einer Systemkrise"

Der amerikanische Kapitalismus ist in Gefahr. Seit das Telekommunikationsunternehmen WorldCom Bilanztricksereien von vier Milliarden Dollar und Xerox Umsatzmanipulationen von sechs Milliarden Dollar eingestanden haben, ist klar: Der Enron-Skandal war kein Betriebsunfall. Wirtschaftsprüfer, Analysten und Manager machen gemeinsame Sache und Kasse - zu Lasten der Aktionäre. Ginge es nur um kriminelle Energie einiger weniger, wäre die Sache leichter. So etwas gibt es immer. Doch in den jüngsten Fällen haben Aufsicht und Kontrolle der Unternehmen versagt. Und die institutionellen Arrangements - personelle Verflechtungen zwischen Aufsichtsrat, Prüfern und Vorständen - laden die Akteure geradezu ein, ihrer Gier freien Lauf zu lassen. Die amerikanische Wirtschaft hat deshalb nicht nur eine Vertrauenskrise. Sie hat eine Systemkrise.

Gibt es die Arbeiterklasse noch?

Ein Wesensmerkmal des Kapitalismus liegt im Zwang nach einer permanenten Revolutionierung der Produktion. Diese Erkenntnis ist nicht neu: "Die Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne die Produktionsinstrumente, also die Produktionsverhältnisse, also sämtliche gesellschaftlichen Verhältnisse fortwährend zu revolutionieren. Unveränderte Beibehaltung der alten Produktionsweise war dagegen die erste Existenzbedingung aller früheren industriellen Klassen. Die fortwährende Umwälzung der Produktion, die ununterbrochene Erschütterung aller gesellschaftlichen Zustände, die ewige Unsicherheit und Bewegung zeichnet die Bourgeois-Epoche vor allen früheren aus." (Marx, Engels, Das Kommunistische Manifest)

Was bleibt von der Guerrilla? Bewaffneter Kampf und sozial Revolution

Spanien 1808: Die französischen Truppen finden bei ihrem Einmarsch eine desorganisierte spanische Armee vor, die ihnen praktisch keinen Widerstand entgegensetzen kann. Die Zentraljunta, die die Regierungsaufgaben von König Fernando II übernommen hat, ist in sich zerstritten und unpopulär. Aufgrund der Unfähigkeit der Zentralregierung, die Verteidigung zu organisieren, bilden sich aus versprengten Soldaten der spanischen Armee und Bauern spontan auf lokaler und regionaler Ebene bewaffnete Gruppen, die den Franzosen Widerstand leisteten. Was aus einer Notsituation heraus entstanden war, wurde zu einer eigenen Kampfmethode: der Guerrillakrieg. Seine AnhängerInnen im 20. Jahrhundert vergaßen dabei sehr schnell eben diese Notsituation und die daraus resultierenden Vorbedingungen für den Guerrillakrieg und erhoben die Guerrilla zur wichtigsten, wenn nicht einzig möglichen Strategie, um eine soziale Revolution zu erreichen.

Die Anziehungskraft Che Guevaras und die Begrenztheit des "Guerilla"-Kampfes

Was an einem Haufen Knochen dran sein soll, ist rational wohl kaum begründbar. Das Aufsehen um die Entdeckung der Gebeine Che Guevaras zu seinem 30. Todestag bestätigt aber: Tote leben länger. Die Anziehungskraft des argentinischen Revolutionärs auf Tausende, v. a. Jugendliche scheint ungebrochen. Trotzdem: Man stirbt nur einmal. Es stellt sich also die Frage, ob die Umstände von Che Guevaras Tod 1967 nur dem Zufall überlassen oder mit den von ihm entwickelten politischen Theorien und Methoden verbunden waren.

Zoon politicon versus Egosau - Was macht uns überhaupt zum Menschen?

Der Mensch stammt von affenähnlichen Tieren ab. Diese Tatsache ist heute Allgemeingut, sollten wir meinen, und doch wird selbst diese Grundannahme noch immer in Frage gestellt. Die katholische Kirche etwa hält bis heute noch am Schöpfungsgedanken fest – wir Menschen sollen also von Gott geschaffen worden sein. Und ein ganzes Heer von Idealisten, Philosophen und Wissenschaftlern hat es sich unbewusst zum Ziel gesetzt, Verwirrung in die Frage der Menschwerdung zu bringen. Dabei hat Friedrich Engels schon 1876 in seinem von der Wissenschaft bisher leider wenig beachteten Aufsatz "Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen" Licht in die Sache bringen können.

Der Kosovokrieg: Marxismus und die nationale Frage

Genau in dem Moment, in dem der Weltmarkt die beherrschende Kraft unseres Planeten geworden ist, treten nationale Gegensätze weltweit besonders erbittert zum Vorschein. Die nationale Frage birgt überall Sprengstoff in sich - auch in hochentwickelten kapitalistischen Staaten.

Was ist Trotzkismus?

Ein Gespenst geht um in Europa – der Trotzkismus. Bei den Wahlen in Frankreich erreichen die KandidatInnen trotzkistischer Organisationen rund 10 Prozent, in Spanien mobilisiert die von TrotzkistInnen geführte Schülergewerkschaft 100.000e SchülerInnen gegen Bildungsabbau. bei SJ-Konferenzen wird vor den „Trotzkisten“ gewarnt,... Mehr als 60 Jahre nach dem Tod Leo Trotzkis kämpft eine kleine, aber umso aktivere Strömung in der Arbeiterbewegung für eine Verteidigung des Marxismus. Was zeichnet also den Trotzkismus jenseits von Witzen über Eispickel und einem Hang, sich zu spalten, aus?

Karl Marx/Friedrich Engels: Manifest der kommunistischen Partei

Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen. Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen. Weiterlesen.

Philosophie in der islamischen Welt

Dieser Artikel von Alan Woods über die Philosophie in der islamischen Welt erschien im Anhang von seinem Buch über "Die Geschichte der Philosophie". Indem er die progressiven von den reaktionären Elemente im Islam trennt und die großen kulturellen Leistungen des Islam herausarbeitet, liefert Alan Woods mit diesem aktuell gebliebenen Text aus dem Jahr 2001 einen wichtigen Gegenstandpunkt zur gegenwärtigen Hetze gegen die islamische Welt.

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