Börsengang abblasen! Jetzt nicht und überhaupt nicht! Unsere Bahn darf nicht verscherbelt werden!

Angesichts einer weltweiten Bankenkrise ist es allerhöchste Eisenbahn, um den grob fahrlässigen Börsengang unserer Bahn abzublasen.

Der Kapitalismus hat versagt

Angesichts der Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise veröffentlichen wir die Zusammenfassung eines Artikels des britischen Sozialisten Rob Sewell.
“Ich mag Diebe. Einige meiner besten Freunde sind Diebe. Erst letzte Woche war der Präsident der Bank bei uns zum Abendessen.” W.C. Fields

Finanzkrise nimmt Fahrt auf

Wieder rollt eine Schockwelle über die Finanzmärkte hinweg, sie ist größer und wuchtiger als alle anderen zuvor. Zwei Wochen nach der Verstaatlichung des halben Marktes für Wohnungsdarlehen in den USA geht mit Lehman Brothers die drittgrößte US-amerikanische Investmentbank mit ihrer 158-jährigen Geschichte Pleite – und 25.000 Beschäftigte verlieren ihren Job. Auch die weltgrößte Investmentbank Merrill Lynch steht vor der Insolvenz und flüchtet sich deshalb in die Arme der Bank of America. Die weltgrößte Versicherung AIG stand kurz vor dem Zusammenbruch, bevor sie dann von der US-Regierung „gerettet“ wurde. Die US-amerikanische Notenbank Fed gewährt dem angeschlagenen Riesen einen Kredit von 60 Milliarden Euro.

Hedge-Fonds, Spekulation und Kapitalismus

Dieser Tage sind Hedge-Fonds wieder in den Nachrichten stark präsent. Sie haben es nicht so gern, im Lichte der Öffentlichkeit zu stehen. Warum wohl?
Treibt ihre Spekulation die Preise in die Höhe?
Treiben sie Firmen in den Bankrott und ArbeiterInnen in die Arbeitslosigkeit?
Das sind die Fragen, die sich aufdrängen.

Pest oder Cholera? Bürgerliche Wirtschaftspolitik in der Krise

Der Boom der letzten Jahre unterschied sich für die Masse der Lohnabhängigen kaum von einer Rezession. Die Angriffe der Bürgerlichen auf unseren Lebens- standard gehen ungebremst weiter. Der Aufschwung der Weltwirtschaft in jüngster Zeit fand nicht nur auf dem Rücken der Arbeiterklasse statt, er steht auch auf tönernen Füßen. Das weltweite Wachstum der letzten Jahre basierte hauptsächlich auf dem privaten Konsum in den USA sowie auf den hohen Wachstumsraten asiatischer Länder, allen voran China und Indien.

Jenseits von Hayek und Keynes - Eine marxistische Interpretation der wirtschaftlichen Entwicklung

Angesichts der zunehmenden Turbulenzen der Weltwirtschaft veröffentlichen wir eine Analyse der weltwirtschaftlichen Entwicklung seit 1945. Es geht darum darzulegen, wie der allgemeine Gang der ökonomischen Gesetze von bisher unberücksichtigten Phänomenen, wie des Kampfes zwischen Arbeit und Kapital, des Welthandels, der Weltpolitik und des Einflusses des Staates auf die Wirtschaft verändert und mitgestaltet wird.

Die Weltwirtschaft in der Krise - Panik erfasst die Börsen

Alles deutet darauf hin, dass die entwickelten kapitalistischen Länder auf eine Rezession zusteuern. Während viele "Wirtschaftsexperten" noch vor einigen Wochen zu beschwichtigen versuchten, scheint die Rezession mittlerweile gewiss zu sein. Es ist nur noch eine Frage, wie tief und wie lange sie sein wird. Merrill Lynch sieht die US-Ökonomie sogar schon mitten in der Rezession. Wir möchten in diesem Zusammenhang auf unseren Perspektivenartikel zur Entwicklung der Weltwirtschaft vom vergangenen Sommer hinweisen, wo wir diese Krise vorausgesagt haben.

Die Systemfrage stellen!

Das deutsche Kapital hat sich 2007 im verschärften internationalen Konkurrenzkampf behauptet. Die deutschen Großkonzerne können auf das vierte Rekordgewinnjahr in Folge zurückblicken. Während der Nettogewinn der 30 größten, im Deutschen Aktienindex (Dax) gelisteten Unternehmen 2007 um knapp 15 Prozent wuchs, erreichen die europäischen und US-amerikanischen Konkurrenten allenfalls halb so große Werte. Insgesamt erhöhten die Dax-Konzerne ihre Gewinne binnen fünf Jahren um mehr als 60 Prozent - das schaffte kein anderes Industrieland. Den Aktionären der Dax-Unternehmen winkt eine Rekorddividende von 27,7 Milliarden Euro, vier Milliarden Euro mehr als 2006.

Bahnprivatisierung beschleunigt Wirtschaftskrieg

Zunehmend begründen Befürworter eines Börsengangs der Deutschen Bahn (DB) ihr Privatisierungsprojekt mit einem einzigen Argument: Die DB könne nur überleben, wenn sie ihre Vormachtsstellung als „Global Player“ ausbaue und überall Logistikunternehmen erwerbe. Dazu brauche sie „frisches Kapital“, das der Staat nicht aufbringen könne.
Diesen Gedanken bekräftigte SPD-Chef Kurt Beck am Wochenende in der "Frankfurter Rundschau". Auch der vom Privatisierungskritiker zum Verfechter von „Volksaktien“ mutierte Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer hat dies geschluckt.

Die Weltwirtschaft am Rande der Krise: What goes up - must come down

In den vergangenen Wochen wurden die internationalen Finanz- märkte von schlechten Nachrichten aus dem US-Immobiliensektor erschüttert. Es war das Vorbeben zum vielleicht größten Wirt- schaftseinbruch in der Geschichte des Kapitalismus. Marx schrieb im „Kapital“, dass der Kredit den Markt über seine natürlichen Grenzen hinaus erweitern kann. In der Krise würde der Kredit aber alle Widersprüche, die er zunächst zu überdecken half, verschärfen. Sobald ein Wirtschaftssektor in Schwierigkeiten kommt, breiten sich diese schneller auf andere aus. Firmen oder Haushalte können auf einmal ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen.

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