Buchvorstellung in Frankfurt/Main: “Lal Khan: Pakistan‘s Other Story. The 1968-69 Revolution”

Lal Khan ist Pakistaner und kämpft in seiner Heimat seit Jahrzehnten unter sehr gefährlichen Bedingungen für die freie Entfaltung der Arbeiterbewegung und für die Perspektive einer sozialistischen Demokratie. In seinem Vortrag spann Lal einen weiten historischen Bogen von der britischen Kolonialzeit bis in die jüngste Gegenwart. Im Zentrum der Pakistan-Wahrnehmung in Deutschland stand so einmal nicht die angebliche Islamisierung des Landes, sondern standen die historischen Wurzeln der gegenwärtigen Misere. Nicht einzelne Phänomene wolle er besprechen, sondern in die Tiefe gehen, d.h. analysieren, wie es zu der heutigen Situation gekommen sei. Sein zentrales Anliegen sei es, keine offizielle Geschichtsschreibung, sondern eine Darstellung der pakistanischen Geschichte „von unten“ zu präsentieren.

Filmkritik: Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte

In seiner neuen Filmdokumentation erläutert Michael Moore, warum der Kapitalismus eine Bestie ist. Die neue Kino-Dokumentation von Michael Moore kommt ein Jahr nach dem Kollaps der US-Bank Lehman Brothers, der auf die internationale Wirtschaftskrise wie ein Katalysator wirkte, auf den Markt. Die Wirtschaft der mächtigsten Nation der Welt ist weiterhin hart gebeutelt: Die Arbeitslosenzahl hat die 10-Prozent-Marke erreicht, zudem sind immer mehr US-AmerikanerInnen dazu gezwungen, unfreiwillig Halbzeit-Jobs anzunehmen, weil sie keine Vollzeitbeschäftigung mehr finden können.

Interview mit Ken Loach: „Wir machen Klassenkonflikte sichtbar“

Auf Einladung des DGB-Landesbezirks Hessen-Thüringen nahm der britische Filmregisseur Ken Loach Ende April 2009 in Frankfurt am Main an der Aufführung seines Films „It’s a free world“ teil und stellte sich anschließend im voll besetzten Kinosaal einer Diskussion mit dem Publikum und Vertretern von DGB, IG Metall, ver.di, NGG und IG BAU. Über die im Film vermittelte Botschaft und seine politischen Standpunkte sprach Hans-Gerd Öfinger anschließend mit Ken Loach (aus: Der Funke Nr. 75).

Wir können auch anders!

Anmerkungen zur Winterschule der Internationalen Marxistischen Strömung (IMT) am 9. - 11. Januar 2009 in Berlin, anlässlich des 90. Todestages von Rosa Luxemburg.
Wer bisher glaubte, mehr als zwei Linke in einem Raum führe unwillkürlich zu unüberbrückbaren Differenzen und ziellosen Diskussionen, wurde bei der Winterschule der Internationalen Marxistischen Strömung eines besseren belehrt.

Winterschule der Internationalen Marxistischen Strömung (IMT) in Berlin

Seit fünf Jahren organisieren die nordeuropäischen Sektionen der IMT im Winter ein Schulungsprogramm, das jedes Jahr in einem anderen Land stattfindet. An diesem Wochenende wird die Schulung ganz im Zeichen des 90. Todestages von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht stehen und deshalb in Berlin über die Bühne gehen. Wir erwarten 150 GenossInnen aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Polen, Russland, Ungarn, der Slowakei, Belgien, Britannien, der Schweiz sowie aus Österreich. Mehr Infos hier.

Weihnachtsbrief an unsere Leserinnen und Leser - Wo, bitte, geht’s lang? Folge dem Roten Stern!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kritikerinnen und Kritiker, liebe Genossinnen und Genossen, es begab sich zu der Zeit, als Israel von einer machthungrigen Theokratie regiert wurde und als im fernen Rom gerade ein Mann zum faktischen ersten Kaiser erklärt worden war, der von sich verkünden ließ, ein wahrhaftiger Friedensfürst zu sein. Da trat ein Mann aus dem Dunkel der Geschichte und mit ihm eine kleine, aber wirkungs- und segensvolle Bewegung einfacher Menschen, die genug hatten von Verlogenheit, Machthunger, dem Missbrauch des Wortes Gottes für herrschaftliche Zwecke und von der Verachtung des gemeinen Volkes durch die Obrigkeiten hier und dort.

Funke-Lesertreffen in Hannover

Dalai Lama auf Deutschland-Tour: Versuch einer marxistischen Annäherung an den Buddhismus

Der Dalai Lama ist gerade wieder zu Besuch in Deutschland. Mehr als dreißig Mal war „Seine Heiligkeit der XIV. Dalai Lama“ nun schon da. Selten aber war sein Besuch politisch so bedeutsam wie jetzt. Ein Hintergrundartikel aus dem Sommer 2007.

Für Revolutionäre Kunst! Zum Todestag André Bretons

Wir feiern heute den Todestag von Andre Breton, einem der außergewöhnlichsten literarischen Vertreter des Surrealismus. Er war stets bemüht, Kunst und revolutionäre Politik zu verbinden und hat darüber hinaus für eine Weile mit Leo Trotzki zusammengearbeitet. Gegenwärtig, da sich der Kapitalismus in einer Sackgasse und einem Zustand des Niedergangs befindet, betrifft die Krise des Systems jede Form und jeden Aspekt des menschlichen Lebens. Die Produktivkräfte stagnieren, Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung betreffen Millionen und die soziale Ungleichheit tritt deutlicher zu Tage als je zuvor.

Bushido am Brandenburger Tor: Entsolidarisierung der Zivilgesellschaft durch Bravo?

Die arbeitenden Menschen, die gleichzeitig ProduzentInnen und Produkte der Gesellschaft sind, durchschauen zunehmend, dass die herrschenden Produktionsverhältnisse und die Medien das fingierte Bild von Kapitalisten als den Produzenten abspielen: Marx demaskierte diese in der bürgerlichen Gesellschaft geschaffene öffentliche Meinung als das falsche Bewusstsein. Sendungen wie Deutschland sucht den Superstar täuschen eine allgemeine Zugänglichkeit aller zur bürgerlichen Öffentlichkeit, zu Eigentum, Bildung und Erfolg vor, um die in den letzten Jahren sich verschärfenden Hindernisse zu Hochschulbildung für Kinder aus Arbeiterhaushalten zu verschleiern (in Deutschland hat nicht einmal ein Drittel eines Jahrgangs Abitur, während in Frankreich 70% Abiturienten sind) und den Eindruck von sozialer Mobilität zu simulieren.

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