Wahlen in Venezuela

Am 4. Dezember 2005 fanden in Venezuela Parlamentswahlen statt, die als die wichtigsten Wahlen vor den Präsidentschaftswahlen 2006 gelten. Ein Desaster für die Opposition, die durch taktische Manöver versuchte, den Wahlen ihre Legitimität zu nehmen und sich selbst als Opfer politischer Verfolgung darzustellen, und ein Erfolg für die bolivarischen Parteien, der jedoch durch die niedrige Wahlbeteiligung stark getrübt wird.

Revolution und der Kampf für Arbeiterkontrolle

Venezuela bildet die Vorhut der Weltrevolution. Die Massenbewegung macht an allen Fronten Fortschritte und fordert die Zwänge des Kapitalismus heraus. Innerhalb der Arbeiterklasse ist die Frage der Arbeiterkontrolle ein brennendes Thema geworden, da die Chávez-Regierung eine Liste von 1000 stillgelegten Betriebe erstellt hat, die von den Arbeitern übernommen werden können. Dabei handelt es sich nicht um eine bürokratische Maßnahme von oben, sondern steht in Verbindung mit der Enteignung von Fabriken unter Arbeiterkontrolle.

Bolivien nach dem Wahlsieg von Evo Morales

Am 18. Dezember feierte die bolivianische Linke einen historischen Wahlsieg. Mit Evo Morales wurde ein ehemaliger Kokabauer mit absoluter Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Mit nur 31% lag Tuto Quiroga, der Wunschkandidat der Oligarchie und der US-Botschaft, somit weit hinter ihm. Im Parlament ist die Situation weniger eindeutig. Evo Morales´ "Bewegung für den Sozialismus" (MAS) erreichte zwar nicht die Parlamentsmehrheit, wird dort aber die größte Fraktion stellen. Wohin geht Bolivien nach diesen Wahlen?

Chávez ruft zur Gründung der "Vereinigten Sozialistischen Partei" auf

Bei einer Veranstaltung anläßlich der Feiern zum Wahlsieg hielt Venezuelas Präsident Hugo Chávez am 15. Dezember im Teresa Carreño Theater in Caracas eine wichtige Rede über die neue Stufe, die die bolivarische Revolution nun erreicht habe. Die gesamte Rede richtete sich gegen den rechten Flügel der bolivarischen Bewegung, der in den vorangegangenen beiden Wochen für eine Zusammenarbeit mit der Opposition argumentiert hatte. Die Rede wurde enthusiastisch von Tausenden revolutionären AktivistInnen im Theater und Hunderttausenden Menschen im nationalen Fernsehen verfolgt.

Venezuela: Die Menschen wählten die Fortsetzung des sozialistischen Projekts!

Noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt, doch eines steht bereits fest. Hugo Chávez wurde mit rund 60% der Stimmen wieder zum Präsidenten gewählt. Die rechte Opposition von Washingtons Gnaden musste ihre Niederlage eingestehen. Was bedeutet dieses Wahlergebnis? Noch in der Wahlnacht hielt Chávez in Caracas vor Hunderttausenden seine Siegesrede. Die Massenveranstaltung begann mit dem Absingen der Nationalhymne "Gloria al bravo pueblo". Als das Lied zu Ende war, rief Chávez der Menge zu "Es lebe die sozialistische Revolution!", worauf die Masse mit dem aus den Putschtagen des April 2002 stammenden Spruch "Uh Ah Chávez no se va" und "Sieg des Volkes" antworteten.

Venezuela: Die Belegschaft von Sanitario Maracay wählen ein Fabrikkomitee und kämpfen für Enteignung

Man kann die Macht der Arbeiterklasse vom ersten Moment an förmlich riechen, an dem man die Anlagen von Sanitarios Maracay betritt. Die Fabrik wurde erst vor einigen Tagen von den ArbeiterInnen übernommen, als Reaktion auf die Ankündigung des Unternehmers, er werde die Fabrik schließen.

Interview mit Wanderci Silva Bueno, Repräsentant der CIPLA in Venezuela

Interview mit Wanderci Silva Bueno, Repräsentant des besetzten brasilianischen Betriebes CIPLA in Venezuela - geführt beim Treffen der besetzten Betriebe in Joinville, Brasilien.

Sanitarios Maracay: Größte Demonstration für die Verstaatlichung unter Arbeiterkontrolle

Am 14. Dezember, genau einen Monat nach der Besetzung der Keramikfabrik Sanitarios Maracay, organisierte die Belegschaft der Fabrik gemeinsam mit der FRETECO und der Unterstützung des Gewerkschaftsdachverbandes UNT die größte Demonstration für die Verstaatlichung unter Arbeiterkontrolle in der Geschichte Venezuelas. An die 1000 Demonstranten versammelten sich am Vormittag in Caracas, um gemeinsam am Parlament vorbei zum Präsidentenpalast Miraflores zu marschieren. Ein Bericht von unserem Lateinamerika-Korrespondenten Emanuel Tomaselli.

Resolution des Panamerikanischen Treffens in Verteidigung der Arbeitsplätze

Wir, 691 Delegierte aus 12 Ländern, sind hier in Joinville im Bundesstaat Santa Catharina in Brasilien vom 8. bis 10. Dezember 2006 zusammengekommen, um unsere Erfahrungen auszutauschen und unserem Kampf zur Verteidigung der Interessen der ArbeiterInnenklasse und aller Ausgebeuteten und Unterdrückten Ausdruck zu verleihen.

Konferenz besetzter Betriebe - Cipla-ArbeiterInnen stimmen für die Einführung der 30-Stunden-Woche

In den Räumlichkeiten der besetzten Fabrik Cipla im brasilianischen Joinville fand am Wochenende die Lateinamerikanische Konferenz der besetzten Betriebe statt. Mehr als 1000 ArbeiterInnen nahmen an der Eröffnung teil. Im Rahmen dieser historischen Versammlung stimmten die Cipla-ArbeiterInnen für die Einführung der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Unser Korrespondent aus Brasiien berichtet.

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