Schluss mit Ausschreibungsunsinn im Nahverkehr!

Gegen die aktuelle Ausschreibungspraxis im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) und für „fairen Wettbewerb“ gingen am Montag rund 2000 Eisenbahner in Berlin auf die Straße. Sie folgten einem Aufruf der Bahngewerkschaften TRANSNET und GDBA. Mit Kundgebungen vor den Parteizentralen der Regierungsparteien CDU und SPD unterstrichen die Gewerkschafter ihre Kritik an den Plänen zur Ausschreibung von Regionalverkehrsleistungen im Raum Berlin-Brandenburg und ihre Warnung vor zunehmendem Lohn- und Sozialdumping im Schienenverkehr.

Ein Neuanfang braucht Inhalte – und nicht nur neue (alte) Gesichter! Erdbeben in TRANSNET

Drei Tage vor der offiziellen Eröffnung des Ordentlichen Gewerkschaftstags der DGB-Eisenbahnergewerkschaft ist die Bombe geplatzt. Lothar Krauß, seit dem Abgang von Norbert Hansen im Mai 2008 TRANSNET-Vorsitzender und erst im letzten Monat vom TRANSNET-Beirat mit großer Mehrheit wieder für das Amt des Vorsitzenden nominiert, tritt nun überraschend nicht mehr an.

Opel hat Zukunft – in öffentlicher Hand und Arbeiterkontrolle

Nun hat die kapitalistische Überproduktionskrise auch die deutsche Schlüsselindustrie voll erfasst. Mit Opel hat erstmals ein namhafter Automobilhersteller eine staatliche Bürgschaft in Höhe von mindestens einer Milliarde Euro beantragt. Das Geld sei dringend notwendig, um die Produktion in den deutschen Opel-Werken Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern mit insgesamt über 25.000 Beschäftigten zu sichern, heißt es.

Demonstration in Paris gegen Zerschlagung, Liberalisierung und Ausverkauf der Eisenbahnen

Gegen die zunehmende Liberalisierung und Privatisierung im Eisenbahnsektor gingen am Donnerstag in Paris 20.000 Gewerkschafter aus ganz Europa auf die Straße.
Die Eisenbahner folgten einem Aufruf der Europäischen Transportarbeiterföderation (ETF) und waren aus nahezu allen europäischen Ländern in die französische Hauptstadt gekommen. Bei sonnigem Herbstwetter marschierten sie von der Bastille zum Montparnasse-Bahnhof.

Auch in der Krise kampfbereit

Dass in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise auch Betriebe mit schwieriger Auftragslage streikfähig sind, hat die Belegschaft des gut organisierten und streikerfahrenen Wiesbadener Automobilzulieferers Federal Mogul unter Beweis gestellt. Mit Beginn der Frühstückspause um 9 Uhr legten am Montag rund 800 Arbeiter der Früh- und Normalschicht befristet die Arbeit nieder und versammelten sich vor dem Werkstor zur Kundgebung der IG Metall. „Für die Arbeitgeber ist nie der richtige Zeitpunkt für eine ordentliche Lohnerhöhung“, bringt es IG Metall-Sekretär Michael Erhardt auf den Punkt.

Druckereikonflikt mit harten Bandagen: Erste Aussperrung seit 1984

Der Tarifkonflikt bei der Darmstädter Spezialdruckerei M.Y. Healthcare wird zunehmend mit harten Bandagen ausgefochten. Am Montag sperrte das Unternehmen die Streikenden der Frühschicht unmittelbar nach dem Ende eines Warnstreiks aus. Hintergrund des Konflikts ist die vom ver.di-Fachbereich Medien verlangte Durchsetzung eines Firmentarifvertrags, der sich an dem für die Druckindustrie vereinbarten Flächentarif orientiert.

VAC Hanau: Tarifbindung durch Streik wieder erkämpft

Einer Woche nach Streikbeginn wurde der Arbeitskampf bei der Hanauer Vaccumschmelze (VAC) ausgesetzt. Nach einer dreistündigen Streikversammlung, an der nach Gewerkschaftsangaben rund 600 Beschäftigte und für die Frühschicht eingeteilte Streikposten teilnahmen, brachen die Streikenden am Donnerstag Mittag per Beschluss ihren unbefristeten Streik ab und suchten ab 12 Uhr mit ihren unübersehbaren Streikwesten am Leib und roten Nelken in der Hand wieder ihre Arbeitsplätze im Werk auf. Zuvor hatten sie einstimmig das vorliegende Ergebnis begrüßt.

Unbefristeter Streik gegen Tarifflucht bei VAC in Hanau

Seit Donnerstag früh, 11. September 2008, stehen bei dem Hanauer Metallbetrieb Vacuumschmelze (VAC) alle Räder, Maschinen und Computer still. Die rund 1500 im Werk beschäftigten Männer und Frauen folgten geschlossen einem Aufruf der IG Metall zum unbefristeten Streik. Sie wehren sich damit gegen die Flucht des Unternehmens aus den mit der IG Metall abgeschlossenen Flächentarifverträgen für die Metall- und Elektroindustrie in Hessen.

Angriffe des Telekom-Managements: Schluss mit Teile und Herrsche!

Das Teile und Herrsche der Telekom-Konzernleitung wollen aktive ver-di-Mitglieder in Südhessen nicht mehr dulden. Darum haben sie jetzt ihre Betriebsgruppen neu organisiert und die Bereiche T-Home, T-Mobile, die im vergangenen Jahr ausgegliederten Servicegesellschaften sowie die zentralen Telekom-Betriebe in einer gemeinsamen Betriebsgruppe Telekom Südhessen zusammengefasst. Mittelpunkt dieser Verschmelzung von vier Betriebsgruppen in eine, die auf einer Gründungsversammlung Ende August vollzogen wurde, ist die „Wissenschaftsstadt“ Darmstadt, ein alter, traditionsreicher Telekomstandort, in dem schon das Forschungs- und Technologiezentrum der alten Bundespost mit mehreren tausend Bediensteten angesiedelt war.

Streik bei Finger-Beton in Westerburg

Fragen an Veit Wilhelmy, Branchensekretär der IG BAU im Bezirk Wiesbaden Limburg und derzeit Streikleiter bei Finger-Beton in Westerburg (Westerwaldkreis), einem Familienbetrieb mit bundesweit sechs Niederlassungen, der sich auf Herstellung von Betonteilen und -rohren und Grabkammern spezialisiert hat.

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