Der Fall Schlecker – Ausbeutung mit System

Anton Schlecker ist der verhassteste Unternehmer der Republik. Noch vor Kurzem hätte er sich so viele Negativ- schlagzeilen und Kritik nicht träumen lassen. Hals über Kopf hat er seine Leiharbeitsfirma Meniar in Zwickau geschlossen und ihren Internetauftritt gekappt.

Hessischer Lehrerstreik wirkt nach: Schwarze Listen über Lehrer sorgen für Unruhe

Für Unruhe unter hessischen Lehrer und Oppositionspolitikern haben aktuelle Meldungen der Frankfurter Rundschau vom Wochenende gesorgt. Demnach führt die Hessische Kultusministerium "Schwarze Listen" mit einer Rubrik "problematische Lehrer". Diese Listen seien bei einer möglichen Einstellung bzw. Nichteinstellung von Bewerbern entscheidend, so das Blatt.

Opel den Opelanern

Es war ein verlorenes Jahr. Dieses Wort geht vielen Opelanern über die Lippen, wenn sie auf zwölf Monate Wechselbäder zurückblicken und sich um ihren Hoffnungsschimmer auf eine Zukunft ohne den US-Mutterkonzern GM betrogen sehen. Wie von Kritikern befürchtet, hatten Spitzenpolitiker, die sich von der Opel-Belegschaft als "Held der Arbeiterklasse" feiern ließen, vor allem den Wahltag im Sinn. Sie sind bloßgestellt und stehen bestenfalls als impotente Scharlatane da.

Nach dem geplatzten Opel-Magna-Deal: Schulterschluss und Schmusekurs

Nach der Entscheidung des GM-Verwaltungsrats, den Verkauf von Opel an Magna-Deal platzen zu lassen, demonstrierten bundesweit an den Opel-Standorten insgesamt 15 000 Beschäftigte für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Klaus Franz forderte mehr Eigenständigkeit für Opel unter dem Dach des Mutterkonzerns GM. Das Scheitern des Magna-Deals stellte auch alle Politiker bloß, die sich vor der Bundestagswahl als Retter feiern ließen.

"Putzfrauen" sind sauer - Streik der Gebäudereiniger geht weiter

Gewerkschafter setzen bundesweit den seit Dienstag andauernden Streik in der Gebäudereinigerbranche fort. In der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden postierten sich Streikposten der Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) "mit geballter Kraft" schon ab 4 Uhr früh vor der örtlichen Fachhochschule. Dabei gelang es nach heftigen verbalen Auseinandersetzungen, den größten Teil der als Streikbrecher heran gekarrten Personen von Streikbrucharbeiten abzuhalten.

Vorwärts und nicht vergessen - Gewerkschaften im Bundestagswahlkampf

Nach der Bundestagswahl wird die scheinbare „Ruhe“ in einem dahin plätschernden Wahlkampf vorüber sein. Dann stellt sich die Frage: Wer zahlt die Zeche für die Finanzierung maroder Banken? Schon längst ist eine Anhebung des Mehrwertsteuersatzes auf 25 Prozent ebenso im Gespräch wie die Rente erst ab 69 und starke Kürzungen im Sozialbereich, bei Gesundheit und Renten. Es drohen Massenentlassungen und eine massive Ausweitung des Niedriglohnsektors und prekärer Arbeitsverhältnisse.

Protest gegen die Schließung von Postfilialen - SPD demonstriert gegen sich selbst

Gegen die anstehende Schließung einer Postfiliale in Taunusstein-Hahn (bei Wiesbaden) protestierten am Wochenende Gewerkschafter, Anwohner und Kommunalpolitiker. Zu der Mahnwache, über die das ZDF in der Sendung „Länderspiegel“ berichtete, hatten die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der SPD-Ortsverein Taunusstein aufgerufen.

Bahnprivatisierung im Handstreich noch vor der Wahl?

Für neue Unruhe sorgen Meldungen über einen unmittelbar bevorstehenden Aktientausch zwischen der Deutschen Bahn AG (DB) und der Russischen Staatsbahn RZD. Gleichzeitig planen DB-Manager einen nahezu beispiellosen Kahlschlag im inländischen Schienengüterverkehr.

Kölner Demo bringt neuen Schub - Medienberichte über "Elternproteste" gegen ver.di

In der seit Wochen anhaltenden Tarifauseinandersetzung um Arbeitsbedingungen, Gesundheitsschutz, Eingruppierung und Aufstiegschancen in den Erziehungs- und Sozialdiensten bekräftigten mehrere zehntausend Beschäftigte aus dem gesamten Bundesgebiet bei einer bundesweiten Demonstration am Montag in Köln noch einmal ihre Entschlossenheit zur Fortsetzung des Arbeitskampfes.
Damit sollte noch einmal Druck aufgebaut werden für die neue Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften und dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV).
Viele Streikende hatten sich schon ab 9 Uhr vor dem Kölner Gewerkschaftshaus eingefunden und eigene Schilder und Transparente mitgebracht.

Karstadt in Not: Schickedanz, Sal. Oppenheim & Co. enteignen!

Während in den letzten Wochen viele Karstadt-Beschäftigte bundesweit auf die Straße gingen und mit Demonstrationen, Mahnwachen, Menschenketten, Unterschriftensammlungen und „Besuchen“ bei Politikern gegen die drohende Vernichtung ihrer Warenhäuser und Arbeitsplätze protestierten, schieben sich Bundesregierung und Manager des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor gegenseitig den schwarzen Peter für die Krise zu.

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