Der Zusammensturz des Kölner Stadtarchivs und das Erdbeben in Italien: Wenn die Erde bebt...

Die Weltwirtschaft wankt. Die Grundfesten unserer Gesellschaft werden von den Schockwellen der kapitalistischen Krise erschüttert. Unter dem Finanzsystem wackelt der Boden. Doch nicht nur durch Entlassungen, Firmenpleiten und Betriebsschließungen fordert die Krise ihre Opfer. Auch die Toten und Verschütteten von Köln und L’Aquila (siehe Foto, Hilfsmaßnahmen im Erdbebengebiet) wurden Opfer der Profitgier.

Streik in der britischen Bauindustrie: Erfolgreicher Kampf gegen Lohndumping und Rassismus

Großbritannien wurde vor einigen Wochen von einer Streikwelle erschüttert. Streiks allerdings, die nicht unbedingt „normal“ sind. Sie haben daher auch in der internationalen Arbeiterbewegung einiges an Aufmerksamkeit erregt. Grund genug, sich auch hierzulande damit zu beschäftigen.

Bahngewerkschaft TRANSNET muss Farbe bekennen: Nein zu Grube! Für einen Neuanfang der Bahn!

Die Initiative Bahn von unten in TRANSNET fordert den Hauptvorstand der Gewerkschaft auf, die Benennung des bisherigen Daimler-Managers Rüdiger Grube zum neuen Bahnchef abzulehnen und auf eine grundlegende Neuausrichtung der Bahn zu dringen.

„Opel darf und wird nicht sterben“

Einen Tag vor der Opel-Aufsichtsratssitzung bekräftigten Betriebsräte und IG Metall am Donnerstag beim europaweiten Opel-Aktionstag ihre Anforderungen an ein Konzept zur Sicherung aller europäischen Standorte von Opel und seiner britischen Schwester Vauxhall durch Ausgliederung aus dem US-amerikanischen Mutterkonzern General Motors (GM). Entsprechende Pläne soll die Geschäftsleitung dem Kontrollgremium am Freitag vorlegen. „Nicht Opel ist das Desaster, sondern General Motors“, erklärte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz vor 15.000 Teilnehmern der zentralen Kundgebung in Rüsselsheim, zu der auch zahlreiche Opelaner aus Bochum angereist waren.

Opel hat Zukunft – in Arbeiterhand! Umsteuern und umrüsten jetzt!

Nun hat die kapitalistische Überproduktionskrise auch die Automobilindustrie voll erfasst. Diese hat weltweit seit 2005 ihre Kapazitäten um 10 Prozent ausgebaut und könnte 66 Millionen Fahrzeuge produzieren. Sie wird 2009 aber wohl nur 50 Millionen verkaufen (FAZ 30.1.09). Bundesweit bangen jetzt rund 26.000 Opelaner ebenso um ihre Arbeit und Zukunft wie zigtausend Beschäftigte der Zulieferindustrie und anderer europäischer Werke.

Schluss mit Ausschreibungsunsinn im Nahverkehr!

Gegen die aktuelle Ausschreibungspraxis im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) und für „fairen Wettbewerb“ gingen am Montag rund 2000 Eisenbahner in Berlin auf die Straße. Sie folgten einem Aufruf der Bahngewerkschaften TRANSNET und GDBA. Mit Kundgebungen vor den Parteizentralen der Regierungsparteien CDU und SPD unterstrichen die Gewerkschafter ihre Kritik an den Plänen zur Ausschreibung von Regionalverkehrsleistungen im Raum Berlin-Brandenburg und ihre Warnung vor zunehmendem Lohn- und Sozialdumping im Schienenverkehr.

Ein Neuanfang braucht Inhalte – und nicht nur neue (alte) Gesichter! Erdbeben in TRANSNET

Drei Tage vor der offiziellen Eröffnung des Ordentlichen Gewerkschaftstags der DGB-Eisenbahnergewerkschaft ist die Bombe geplatzt. Lothar Krauß, seit dem Abgang von Norbert Hansen im Mai 2008 TRANSNET-Vorsitzender und erst im letzten Monat vom TRANSNET-Beirat mit großer Mehrheit wieder für das Amt des Vorsitzenden nominiert, tritt nun überraschend nicht mehr an.

Opel hat Zukunft – in öffentlicher Hand und Arbeiterkontrolle

Nun hat die kapitalistische Überproduktionskrise auch die deutsche Schlüsselindustrie voll erfasst. Mit Opel hat erstmals ein namhafter Automobilhersteller eine staatliche Bürgschaft in Höhe von mindestens einer Milliarde Euro beantragt. Das Geld sei dringend notwendig, um die Produktion in den deutschen Opel-Werken Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern mit insgesamt über 25.000 Beschäftigten zu sichern, heißt es.

Demonstration in Paris gegen Zerschlagung, Liberalisierung und Ausverkauf der Eisenbahnen

Gegen die zunehmende Liberalisierung und Privatisierung im Eisenbahnsektor gingen am Donnerstag in Paris 20.000 Gewerkschafter aus ganz Europa auf die Straße.
Die Eisenbahner folgten einem Aufruf der Europäischen Transportarbeiterföderation (ETF) und waren aus nahezu allen europäischen Ländern in die französische Hauptstadt gekommen. Bei sonnigem Herbstwetter marschierten sie von der Bastille zum Montparnasse-Bahnhof.

Auch in der Krise kampfbereit

Dass in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise auch Betriebe mit schwieriger Auftragslage streikfähig sind, hat die Belegschaft des gut organisierten und streikerfahrenen Wiesbadener Automobilzulieferers Federal Mogul unter Beweis gestellt. Mit Beginn der Frühstückspause um 9 Uhr legten am Montag rund 800 Arbeiter der Früh- und Normalschicht befristet die Arbeit nieder und versammelten sich vor dem Werkstor zur Kundgebung der IG Metall. „Für die Arbeitgeber ist nie der richtige Zeitpunkt für eine ordentliche Lohnerhöhung“, bringt es IG Metall-Sekretär Michael Erhardt auf den Punkt.

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