Der Kampf gegen die Bahnprivatisierung: Kein Ende in Sicht

Interview mit Hans-Gerd Öfinger, Mitinitiator der gewerkschaftlichen Basisinitiative Bahn von unten und Mitglied der Redaktion Der Funke, über sein Engagement gegen die Privatisierung der Deutschen Bahn.
"Privatisierung ist weitgehend diskreditiert. Eine große Mehrheit der Bevölkerung ist dagegen. Die Menschen sehen tagtäglich, was bei der Post durch Privatisierung angerichtet wurde. Trotzdem – oder genau deshalb – wollen die Betreiber dieses Projekts jetzt rasch vollendete Tatsachen schaffen und ihr Ding durchziehen, bevor es die Masse merkt. Das dürfen wir nicht zulassen." Zum Interview: Der lange Kampf der Basisinitiative Bahn von unten gegen die Bahnprivatisierung.

Norbert Hansens Seitenwechsel

Nun ist es amtlich: Der TRANSNET-Vorsitzende Norbert Hansen wird Arbeitsdirektor der Deutschen Bahn. Damit wird er sich finanziell erheblich besser stellen, auch wenn er schon bisher nicht hungern musste. Somit hat er mindestens ein Motiv für diesen Seitenwechsel. Flugblatt: Norbert Hansens Seitenwechsel (pdf).

Bahnprivatisierung ohne Rücksicht auf Verluste

Die Betreiber der Privatisierung wollen rasch vollendete Tatsachen schaffen, obwohl über 70 Prozent der Bevölkerung dagegen sind. Nachdem das Bundeskabinett das „Holdingmodell“ des Bundesfinanzministers verab- schiedet hat, mit dem die Teilprivatisierung der Transport- sparte der Deutschen Bahn AG (DB Mobility Logistic AG -ML AG) noch in diesem Jahr eingeleitet werden soll, wollen CDU/CSU und SPD im Bundestag in den nächsten Tagen eine Resolution verabschieden, mit der das Parlament ohne Gesetz den Vorstand der DB ermächtigen soll, diesen Einstieg in die Kapitalprivatisierung vorzunehmen.

Phoenix aus der Asche – Die Hoffnung stirbt zuletzt

In der Tradition des Strike-Bike wollen 21 Nordhäuser Fahrradwerker ab Sommer selbstbestimmt weiter produzieren.Als die Belegschaft des Fahrradwerks Bike Systems in Nordhausen Anfang November 2007 nach fast vier Monaten Besetzung schweren Herzens den Betrieb räumte und in eine Transfergesellschaft überwechselte, wollten einige Belegschaftsangehörige den Gedanken nicht aufgeben, eines Tages doch wieder Fahrräder in Nordhausen zu produzieren. Eine Woche lang hatten sie im Rahmen der Besetzung letzten Oktober in eigener Regie und Verantwortung 1800 „Strike Bikes“ produziert und damit sich selbst und aller Welt bewiesen, dass eine selbstverwaltete Produktion in einer Fabrik mitten in Deutschland möglich ist (wir berichteten).

SPD-Arbeitsgruppe betreibt Zerschlagung und Privatisierung unserer Bahn: Grob fahrlässig

Am 31.3. hat sich eine SPD-Arbeitsgruppe Bahn konstituiert. Sie soll eine Entscheidung zur „Kapitalprivatisierung der Deutschen Bahn AG“ herbeiführen und damit grünes Licht für die Zerschla- gung und Teilprivatisierung der Deutschen Bahn geben. Jetzt droht – noch im April – eine Weichenstellung, die für Eisen- bahner, Allgemeinheit und Umwelt erhebliche Nachteile bringt.

Botschafter für Strike Bike und selbstverwaltete Produktion

Als die Belegschaft des Fahrradwerks Bike Systems in Nordhausen letzten Sommer den Betrieb besetzte und im Oktober eine Woche lang in eigener Regie und kostendeckend Strike Bikes montierte, erregte dies bundesweit Aufsehen. Auch wenn das aufmüpfige Kollektiv danach die besetzte Fabrik räumte und fast komplett in eine Transfermaßnahme wechselte, hat ihr viermonatiges Engagement Spuren hinterlassen.

„Die Idee der Selbstverwaltung lebt weiter“

Die Produktion von 1800 Strike Bikes durch eine selbstverwaltete Belegschaft liegt nun vier Monate zurück. Was bleibt vom Kampf um Bike Systems in Nordhausen?
Ein Gespräch mit André Kegel. Er hat bei dem im vergangenen Jahr besetzten Thüringer Fahrradwerk Bike Systems gearbeitet und ist Vorsitzender des Vereins „Bike in Nordhausen e.V.“.
Der Verein organisierte und leitete im Oktober 2007 eine Woche lang die Produktion von "Strike Bikes".

Internationaler Protesttag vor Konzernzentrale des Nahrungsmittelkonzerns Unilever in Rotterdam

Mit einem europäischen Protesttag im niederländischen Rotterdam wollen die europäischen Gewerkschaften der Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft am heutigen Dienstag gegen drohenden Arbeitsplatzabbau bei Unilever protestieren.

GDL-Streiks – wie weiter?

Mit Elan, Entschlossenheit und Zähigkeit kämpfen die Mitglieder der GDL seit Monaten für höhere Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen. Alle Versuche, die Streikfront durch Medienpropaganda oder Gerichtsurteile zu brechen, sind gescheitert. Für das DB-Management wird es zunehmend schwerer, diese Streikbewegung einfach „auszusitzen“ und totlaufen zu lassen. Auch bei betroffenen Fahrgästen und in der Bevölkerung waren und sind Sympathie und Verständnis für die Lokführer sehr hoch.

"Auf Teufel komm raus an Material und Personal gespart" - Ausweitung der Streiks gefordert!

Der Sprecher der Initiative von Transnet-Gewerkschaftern "Bahn von unten", Hans-Gerd Öfinger, hat eine Ausweitung der Bahnstreiks in Deutschland und Frankreich gefordert, um eine Privatisierung und Zersplitterung der Bahnunternehmen zu verhindern. Ein Interview von Marcus Pindur vom Deutschlandradio Kultur. Der Beitrag wurde am 15.11.08 gesendet.

Modulblock Shop

Modulblock deutsche revolution

Modulblock DefenceMarxism

Unsere Arbeit kostet Geld

Dabei sind wir exklusiv auf die Unterstützung unserer LeserInnen und UnterstützerInnen angewiesen.
Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, zögere nicht und lass uns deine Solidarität spüren.
Ob groß oder klein, jeder Betrag hilft und wird wertgeschätzt.

Der Funke e.V.
IBAN: DE28 5109 0000 0009 1469 03
BIC: WIBADE5W