Radau gegen Tarifabbau bei der GEMA

Gegen die Tarifflucht der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) protestierten in einem Warnstreik am Dienstag vormittag Beschäftigte der GEMA-Bezirksdirektion Wiesbaden. Sie folgten damit einem Aufruf der Gewerkschaft ver.di. „Gewinne erheblich –Mitarbeiter abgezockt“, lautete die Aufschrift auf einem selbst angefertigten Plakat. „Wir machen hier Radau – gegen Tarifabbau!“, heißt es auf einem anderen Pappschild.

Gefahr für die Einheitsgewerkschaft?

Bei ver.di Hessen wird am Freitag eine neue hauptamtliche Landesleitung gewählt. Weil sich dabei zwei Männer um einen Posten bewerben und einer von beiden, Hans Kroha, Mitglied der WASG ist, sieht die die ansonsten weniger um den Zustand der Gewerkschaften besorgte Frankfurter Allgemeine (FAZ) die Einheitsgewerkschaft in Gefahr. Auch der ehemalige ÖTV-Vorsitzende und Arbeitsdirektor des Flughafenbetreibers Fraport AG, Herbert Mai, mischte sich ein. Ein Interview mit Hans Kroha.

Hotelstreik beeinträchtigt Kriegsministertagung

Bei ihrer Tagung in Wiesbaden wurden die EU-Verteidigungsminister am Freitag mit der sozialen Realität im Rhein-Main-Gebiet konfrontiert. Ein auf vier Stunden befristeter Streik der (nicht eben üppig bezahlten) Hotelbediensteten bewirkte am Freitag früh in der Tagungsstätte, dem Wiesbadener Dorint-Hotel, Chaos und Qualitätsminderungen. Die Streikenden folgten einem Aufruf der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), nachdem - wie berichtet - alle Gewerkschaftsmitglieder in einer Urabstimmung für Kampfmaßnahmen zur Durchsetzung von Einkommenserhöhungen und zur Abwehr von Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen gestimmt hatten.

Müssen die Kriegsminister ihre Betten selber machen?

Wenn die EU-Verteidigungsminister auf Einladung ihres deutschen Kollegen Franz Josef Jung am Donnerstag und Freitag in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden tagen, dann könnte ihr Treffen neben politischen Protesten gegen eine Militarisierung der EU auch von einem handfesten Streik der Hotelbediensteten überschattet werden.

Deutsche und französische EisenbahnerInnen halten zusammen!

Während im Zuge der Liberalisierung und Privatisierung der europäischen Eisenbahnen die Deutsche Bahn AG und die französische SNCF zunehmend in Konkurrenz zu einander treten, haben sich deutsche und französische Bahnbeschäftigte Ende Januar 2007 zusammengesetzt und die gemeinsamen Interessen an einer fairen Zusammenarbeit beider Bahnen und íhre Ablehnung von Privatisierung, Liberalisierung und Wirtschaftskrieg betont.

Gewerkschaftsdruckerei verkauft

Die gewerkschaftseigene Darmstädter Druckerei Alpha Print Medien AG (apm) wird an die Konrad Triltsch Print und digitale Medien GmbH in Ochsenfurt bei Würzburg verkauft. Dies teilten die Vertreter der gewerkschaftseigenen Beteiligungsgesellschaft GBG GmbH, bisherige Alleinaktionärin, der überraschten apm-Belegschaft bei einer eigens dazu einberufenen Belegschaftsversammlung mit.

Gewerkschaften und die europäische Dienstleistungsrichtlinie: Mit Merkel gegen Bolkestein?

Interview mit Frank Schmidt-Hullmann, Leiter der Abteilung für europäische Baupolitik und Internationales beim Hauptvorstand der IG BAU 

50. Streiktag bei Gate Gourmet in Düsseldorf

Am heutigen Freitag, 25.11.2005, wird der DGB-Vorsitzende Michael Sommer die Streikposten des Düsseldorfer Airline-Caterers Gate Gourmet besuchen und sich im Namen des DGB-Bundesvorstands solidarisieren. Sommer hatte die Streikenden vergangenen Freitag bei der 140-Jahr-Feier der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Hannover getroffen und ihnen einen direkten Besuch vor Ort zugesagt. 

Streik für Menschenwürde und gegen Profitgier

Als 80 Beschäftigte des Airline-Caterers Gate Gourmet am Düsseldorfer Flughafen für 4,5 Prozent Einkommenserhöhung Anfang Oktober in den unbefristeten Streik traten, rechnete keiner damit, dass sich der Arbeitskampf bis in die Vorweihnachtszeit hinziehen würde. Was bei milden Temperaturen Anfang Oktober begann, wird jetzt wie ein "Stellungskrieg" ausgefochten. 

Wirbel um geplanten Umzug der Bahn-Zentrale nach Hamburg: Der Global Player lässt grüßen

Das Hickhack zwischen der Bundesregierung und dem Management der Deutschen Bahn AG geht weiter. Auch nach der Ablehnung der Umzugspläne durch das Bundeskabinett will Bahnchef Hartmut Mehdorn weiter mit dem Hamburger Senat im Gespräch bleiben. Hamburg bietet dem Bahnkonzern zwei landeseigene Betriebe - die Hafenbetreibergesellschaft HHLA und den Hamburger Nahverkehrsbetrieb HHB - zum Verkauf an und erwartet dafür als Gegenleistung den Umzug der DB-Konzernzentrale und weiterer zentraler Stellen von Berlin nach Hamburg.

 

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