Streik für Menschenwürde und gegen Profitgier

Als 80 Beschäftigte des Airline-Caterers Gate Gourmet am Düsseldorfer Flughafen für 4,5 Prozent Einkommenserhöhung Anfang Oktober in den unbefristeten Streik traten, rechnete keiner damit, dass sich der Arbeitskampf bis in die Vorweihnachtszeit hinziehen würde. Was bei milden Temperaturen Anfang Oktober begann, wird jetzt wie ein "Stellungskrieg" ausgefochten. 

Wirbel um geplanten Umzug der Bahn-Zentrale nach Hamburg: Der Global Player lässt grüßen

Das Hickhack zwischen der Bundesregierung und dem Management der Deutschen Bahn AG geht weiter. Auch nach der Ablehnung der Umzugspläne durch das Bundeskabinett will Bahnchef Hartmut Mehdorn weiter mit dem Hamburger Senat im Gespräch bleiben. Hamburg bietet dem Bahnkonzern zwei landeseigene Betriebe - die Hafenbetreibergesellschaft HHLA und den Hamburger Nahverkehrsbetrieb HHB - zum Verkauf an und erwartet dafür als Gegenleistung den Umzug der DB-Konzernzentrale und weiterer zentraler Stellen von Berlin nach Hamburg.

 

Gate Gourmet: Der Streik geht weiter - "Heuschrecken" pfeifen ihre Unterhändler zurück

Der Streik von rund 80 Beschäftigten des Luftverkehrs-Caterers Gate Gormet am Düsseldorfer Flughafen wird nun doch fortgesetzt. Noch am Mittwoch hatten die Streikenden aufgeatmet, nachdem in einem ausgehandelten Tarifabschluss die Angriffe des Managements weitgehend abgewehrt worden waren. Wie wir am Donnerstag erfuhren, hat Gate Gourmet nun seine eigenen Unterhändler zurückgepfiffen und dem in der Nacht zum Mittwoch mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vereinbarten Abschluss widersprochen.

 

Massenproteste gegen Profitgier der Deutschen Telekom

Gegen die "skandalöse Profitgier" der Deutschen Telekom gingen am Montag 30.000 Beschäftigte auf die Straße. Sie folgten damit einem Aufruf der Gewerkschaft ver.di. Anlass des Protests war die gestrige Aufsichtsratssitzung, bei der u.a. auch die Pläne des Telekom-Managements zur Vernichtung von 32.000 Arbeitsplätzen im Konzern bis 2007 auf der Tagesordnung stehen.

Telekom Proteste gehen weiter - Die zwei Gesichter der SPD

Die öffentlichen Proteste gegen die Personalabbaupläne bei der Deutschen Telekom gehen auch nach dem Aufsichtsratsbeschluss vom vergangenen Montag weiter.

Telekom: Privatisierung ist schädlich

Auch nach dem jüngsten Beschluss des Telekom-Aufsichtsrats zum massiven Arbeitsplatzabbau im Konzern gingen am Wochenende wieder betroffene Gewerkschafter auf die Straße. Wie berichtet hatte das oberste Kontrollgremium der Deutschen Telekom vergangenen Montag mehrheitlich grünes Licht für die Pläne vom Konzernchef Kai-Uwe Ricke gegeben, der bis 2008 rund 32.000 Stellen streichen will. Dagegen protestierten in Wiesbaden am Samstag noch einmal Telekom-Beschäftigte mit einer Mahnwache und Kundgebung vor einem Telekom-Laden in der Innenstadt. Bei Sturm und Schnee verteilten sie Informationen an die Passanten und sammelten zahlreiche Unterschriften für einen Appell, mit dem Ricke aufgefordert wird, sein Augenmerk auf die Verbesserung von Qualität und Service zu legen und den Personalabbau zu stoppen. Weitere Aktionen mit dieser Zielsetzung sind auch für das neue Jahr geplant.

 

Wie auf einer römischen Galeere

"Die Zeiten der Sozialpartnerschaft sind vorbei. Das Kapital hat den sozialen Konsens aufgekündigt", erklärte Conrad Schuhler vom Münchner Institut für Sozial-Ökologische Wirtschaftsforschung eV. vergangenen Mittwoch in seinem Vortrag auf einer regionalen Betriebsversammlung der Deutschen Telekom in Limburg. Schuhler, der sich ebenso intensiv wie kritisch mit den Hintergründen des forcierten Arbeitsplatzabbaus bei der Deutschen Telekom befasste und hierzu schon mehrfach zu regionalen Betriebsversammlungen geladen war, fand in den über 1000 versammelten Telekom-Beschäftigten aus Hessen und Rheinland-Pfalz in der Stadthalle der Domstadt an der Lahn aufmerksame Zuhörer.

Erlebter Tatsachenbericht: Ausbeutung durch Zeitarbeit

Ich berichte heute über das Thema Zeitarbeit, welche Chancen und Probleme sie bietet, aber nicht aus theoretischer Sicht, sondern aus eigener Erfahrung.

Bremst eine Große Koalition den gewerkschaftlichen Widerstand gegen "Bolkestein"?

Letzten Donnerstag (3. November 2005) nahm ich als Delegierter an der Delegiertenversammlung der DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main im Frankfurter DGB-Haus teil. Solche Versammlungen finden in der Regel nur alle vier Jahre statt. Die Delegierten vertraten acht Mitgliedsgewerkschaften mit insgesamt 165.000 Mitgliedern in der Region und waren zusammengekommen, um einen neuen Vorstand zu wählen und Anträge zu beraten.

Hassia-Konzern lässt Margon-Quelle versiegen

Über 140 Jahre lang wurde in Burkhardswalde (Müglitztal) zwischen Elbstandsteingebirge und Erzgebirge Mineralwasser mit dem Namen Margon abgefüllt. Jetzt wird die Quelle zum Jahresende 2005 versiegen und die Margon Brunnen GmbH die Produktion endgültig einstellen. Letzte Woche nun vereinbarten Vertreter von Betriebsrat und Geschäftsleitung einen Sozialplan mit Interessensausgleich.

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